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Cup-Triumph für die Lakers

Gänsehaut pur in Rapperswil: Die in der Swiss-League spielenden Lakers trumpfen im Cup-Final daheim gegen den Favoriten HC Davos gross auf und gewinnen auch in dieser Höhe verdient 7:2. Die 6100 Zuschauer in der ausverkauften Arena sind begeistert. Erst zum zweiten Mal in der Cup-Geschichte triumphiert ein unterklassiges Team.

Melvin Nyffeler mit dem Pokal. (Foto: Keystone), Die Lakers-Fans im Glücksrausch. (Foto: Keystone), Die Lakers-Fans im Glücksrausch. (Foto: Keystone), Das Objekt der Begierde. (Foto: Keystone), Der Cup-Sieg - ein grosser Moment für die Lakers., Michael Hügli (links) und Jan Mosimann in Feierlaune. (Foto: Keystone)

Cup-Triumph für die Lakers

Die SC Rapperswil-Jona Lakers haben den Coup geschafft. Und wie. Der Leader der Swiss-League bezwang im Final des Schweizer Cups den HC Davos nach einer starken Leistung gleich 7:2. Erstmals seit 1959 (Genf-Servette) triumphiert wieder ein unterklassiges Team.

«Unglaublich, was da abgeht», sagte Lakers-Stürmer Corsin Casutt kurz nach der Schlusssirene. «Das ganze Stadion bebt.» Casutt fand, seiner Mannschaft sei ein sehr starkes Spiel gelungen. «Wir wussten, auch wenn wir ein Gegentor erhalten, müssen wir einfach hart weiterarbeiten.»

Die Lakers sind ein verdienter Cupsieger. Sie qualifizierten sich auf souveräne Art und Weise für den Final. Mit Lugano (Achtelfinal) und Zug (Viertelfinal) eliminierten sie zwei Top-Teams der National League. Und nun konnte also auch der Schweizer Rekordmeister HC Davos den Cup-Lauf der St. Galler, die diesen Titel unbedingt gewinnen wollten, nicht stoppen.

Rapperswil-Jona sofort auf Betriebstemperatur

Die Lakers nahmen das Spiel von Beginn weg resolut in ihre Hände. Angetrieben von den 6100 Zuschauern im ausverkauften Heimstadion zeigten sie keinerlei falschen Respekt vor dem höherklassigen Gegner. Die St. Galler spielten zielstrebig nach vorne und waren nach der frühen Führung durch Jared Aulin (3.) schnell euphorisiert.

Die Davoser glichen zwar durch Broc Little (11.) wenig später in Überzahl aus. Es war aber nicht sichtbar, welches der zwei Teams jenes aus der National-League war. Die favorisierten Davoser wirkten nur wenig motiviert. Sie spielten ohne jegliches Tempo nach vorne, agierten oftmals zu unpräzis. Kam hinzu: In der Abwehr unterliefen den Bündnern gegen die wirblige Heimmannschaft gleich reihenweise Fehler.  

Am Anfang war die «Schwalbe»

Schon vor Spielhälfte führten die St. Galler 5:1. Wegweisend war dabei der Beginn des hektischen Mitteldrittels, in das der Leader der Swiss-League mit einer verdienten 2:1-Führung gestiegen war.

Innert weniger als einer Minute baute Rapperswil-Jona den Vorsprung auf 4:1 aus. Erst durfte sich Michael Hügli sehr viel Zeit für seinen Abschluss nehmen – er bedankte sich mit dem 3:1 (26.). Danach lenkte Dion Knelsen eine Scheibe unhaltbar für Goalie Gilles Senn zum 4:1 ab.

Bei beiden Toren spielten die Lakers in Überzahl, wobei sich die Davoser zweimal von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlten. Erst hatten diese nach einem Foul eines St. Gallers an Enzo Corvi nur den HCD-Stürmer auf die Strafbank geschickt – wegen angeblicher Schwalbe. Und vor dem 4:1 wanderte Fabian Heldner auf die Strafbank, weil er sich beschwert hatte.

Nyffeler behält die Übersicht

Erst als sie sich mit einem Vier-Tore-Rückstand konfrontiert sahen, raufte sich der HC Davos zusammen und ging entschlossener zu Werke. Nun kamen die Lakers bisweilen unter Druck – und die  Bündner zu einigen guten Möglichkeiten.

Der Volketswiler Melvin Nyffeler aber, der beste Goalie in der Swiss League und vor dem Endspiel im Cup überhaupt nur einmal bezwungen, zeigte am Sonntag im Final erneut eine starke Partie. Er sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die Davoser nicht mehr in Schlagdistanz kamen.

Nach dem sechsten Treffer der Lakers war der Widerstand der Davoser gebrochen. Die St. Galler und ihre Fans konnten die restliche Spielzeit geniessen und sich «warmlaufen» für die lange Partynacht. 

«Wir hatten vor der Partie keine Chance – und die haben wir genützt. Wir haben sie komplett überrumpelt», freute sich Melvin Nyffeler. «Es ist unglaublich. Unglaublich.»

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