Die Wetziker verzichten
Drei Runden sind in der Erstliga-Qualifikation nur noch zu absolvieren und der EHC Wetzikon hat eines seiner Ziele bereits erreicht. Das Team von Roger Keller wird in den Playoff-Viertelfinals Heimrecht geniessen. Es könnte noch besser kommen, führen die Wetziker vor dem Spitzenkampf am Samstag beim zweitklassierten EHC Frauenfeld die Tabelle doch an. Mit einem Erfolg würden sie einen weiteren Schritt Richtung Qualifikationssieg machen.
Unabhängig vom Abschneiden der Mannschaft in den Playoffs ist auch klar, wo sie nächste Saison spielt – weiter in der 1. Liga. Der EHC Wetzikon hat die Frist verstreichen lassen, um beim Verband sein Interesse an einem Aufstieg in die MSL anzumelden.
Damit bleibt der Klub seinem vor Einführung der neuen Liga eingeschlagenen Kurs treu. Ob die Mehrkosten in der MSL wie von den Wetzikern befürchtet tatsächlich so gross sind, lässt sich nach Meinung von Daniel Steiner noch nicht abschliessend beurteilen. Der EHCW-Sportchef findet, dafür seien zwei ganze MLS-Saisons nötig. Und er sagt: «Wir werden die Entwicklung der Liga deshalb weiter beobachten.»
«Müssen es akzeptieren»
Für den Oberländer Klub wird sich trotzdem einiges ändern. Ab nächster Saison spielt man in der 1. Liga statt in drei regionalen neu in zwei überregionalen Gruppen. Es ist eine Änderung, die bei der Bekanntgabe im Dezember auf Unverständnis bei den Wetzikern stiess (wir berichteten). Auch nachdem der Verband jetzt Details zum Modus und den Fahrplan des Umbaus kommunziert hat, ist Steiners Freude darüber nicht grösser geworden.
Der Verband deklariert die kommenden zwei Spielzeiten dabei als «Übergangssaisons», in denen jeweils drei Teams absteigen. Von derzeit 27 Erstligisten will man auf die Saison 2020/21 hin auf 24 Klubs reduzieren. Für nächste Saison würde das heissen: Eine Gruppe umfasst 14 Teams, die andere 13. Aus Sicht des EHCW-Sportchefs sind allerdings weiterhin zu viele Fragen offen. Steiner sagt zähneknirschend: «Aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Änderungen zu akzeptieren.»
Unabhängig davon treibt der Sportchef derzeit die Kaderplanung voran. Die Gespräche mit allen Spielern sind weit fortgeschritten. Unlängst konnte Steiner die Vertragsverlängerung mit fünf Spielern vermelden, darunter jene mit Topskorer Kevin Eggimann. Der Sportchef glaubt denn auch: «Rund 70 Prozent des aktuellen Kaders dürfte beisammen bleiben.»
