Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Sport

Gegen Uster braucht es keine Motivation

Im Erstliga-Derby vom Samstag sind die Rollen klar verteilt. Für Leader VBC Wetzikon geht es ums Prestige, für Uster ums Überleben. Der Aussenseiter wartet schon über vier Jahre auf einen Sieg im Direktvergleich.

Vergebliche Angriffsbemühungen: Uster Dominik Kaufmann setzt den Wetziker Block (Nicolai Gautschi und Hubert Ritzdorf) unter Druck. (Archivfoto: Robert Pfiffner)

Gegen Uster braucht es keine Motivation

Wetzikons Captain Max Gay muss bei der Frage nach der letzten Niederlage gegen den TV Uster lange nachdenken. «Vielleicht vor zwei oder drei Jahren», rätselt er.

Sie liegt sogar noch weiter zurück. Es war am 9. November 2013. Seither ging der VBC Wetzikon bereits sechsmal als Sieger vom Feld. Der letzte Vergleich in der Buchholz-Halle im November war mit 3:0 eine deutliche Angelegenheit, auch wenn die Ustermer in zwei von drei Sätzen gut mithielten.

Und es spricht vieles für eine Fortsetzung der Serie. Immerhin sind die Wetziker drei Runden vor dem Ende der Erstliga-Qualifikation als Leader der Gruppe D fest auf Playoff-Kurs. Ein Ziel, dass die Oberländer in der letzten Saison noch knapp verpassten.

Keine besondere Motivation nötig

Für den Lokalrivalen Uster geht es derweil vor allem darum nicht wieder – wie im Vorjahr als Achtplatzierter – in die Abstiegsspiele gehen zu müssen. Als Tabellensiebter würde es derzeit reichen. Nur: Ob es am Samstag im zweiten Derby der Saison Punktezuwachs im Kampf um den Klassenverbleib gibt, ist zumindest fraglich. «Gegen Uster braucht es keine besondere Motivation», bekräftigt Wetzikons Mittespieler Gay und ergänzt: «Die Teams haben unterschiedlichen Druck. Für Uster ist es ein Überlebenskampf – für uns ein Prestigekampf.»

12 der 14 Saisonspiele konnte Wetzikon für sich entscheiden. Einzig gegen Näfels 2 setzte es zwei Niederlagen ab. Für Gay ist diese Entwicklung keine Überraschung. «Wir haben keine eigentliche Stammsechs. Jeder unserer Spieler ist ersetzbar», sagt er mit Blick auf das im Vergleich zur letzten Saison noch ausgeglichener und breiter besetzte Kader.

Sportliche Berg- und Talfahrt

Mehr Dichte im Team erhofften sich auch die Ustermer im Vorfeld der Meisterschaft. Es blieb bei der Hoffnung. «Wir hatten mit Verletzungen zu kämpfen», sagt Trainer Martin Auricht. Der Deutsche durchlebte bisher mit seinem neuen Team eine sportliche Berg- und Talfahrt.

Auf einen guten Start (3 Siege, 1 Niederlage) folgten gleich sechs Pleiten in Serie, ehe die Formkurve zuletzt wieder nach oben zeigte. Auricht sagt deshalb auch: «Wir sind auf einem guten Weg.» Bestätigt wurde sein Eindruck zuletzt gegen Näfels 2 – und trotz einer 1:3-Niederlage. «Es fehlte nicht viel», betont er. «Was uns fehlt ist einfach die Leistungskonstanz.»

Ein akribisches Trainer-Duo

Diese ist bekanntlich in Wetzikon vorhanden. Ein weiterer Faktor in der Erfolgsgeschichte ist die Kontinuität in der Führung. Bereits seit 2011 wird das Oberländer Erstliga-Team nämlich von Felix Brändli und seiner Frau Martina Casparis betreut.

Routinier Gay streicht denn auch Akribie und Ehrgeiz des Führungsgespanns heraus. Denn das Engagement geht weit über die Arbeit im Training hinaus. So beobachtet das Gespann beispielsweise die kommenden Gegner und liefert der Mannschaft nach den Spielen sogleich individuelle Statistiken vor. «Unser Trainer-Duo führt nicht nur nach Gefühl. Und das ist gut so», sagt Gay.

Hält der Positivtrend an, ist sogar der Aufstieg möglich. 2007/08 spielten die Wetziker letztmals ein Jahr in der Nationalliga B. «Wir haben noch nicht offen über dieses Szenario gesprochen. Ich habe aber ein gutes Gefühl», sagt Gay.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns