Der UHC Uster muss auf Trainersuche
Der UHC Uster muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. Der aktuelle Chefcoach Simon Meier wird den noch ein Jahr weiterlaufenden Vertrag beim A-Ligisten per Ende Saison auflösen, wie der Verein mitgeteilt hat. Meier hat sich nach einer beruflichen Auslegeordnung zu diesem Schritt entschlossen.
Der Klub hätte gerne mit ihm weiter zusammengearbeitet, wie Sportchef Thomas Schwarz sagt. «Innerhalb des Vereins hat es funktioniert.»
Profitrainer Meier war auf die Saison hin 2016/17 zum UHC Uster gestossen und ist in einem Teilpensum vom Klub angestellt. Neben seinem Posten als NLA-Trainer nahm er innerhalb des Vereins auch Aufgaben in der Juniorenförderung und Trainerausbildung wahr.
Dazu hatte Meier weitere Teilpensen. Er war beispielsweise Schweizer U-19-Nationaltrainer. Veränderungen innerhalb dieser zusätzlichen Aufgaben haben nun zu seinem Abgang in Uster geführt.
Das Lob des Sportchefs
Der Verein war laut Sportchef Schwarz zwar darüber orientiert gewesen, dass der Trainer seine berufliche Situation analysierte. Meiers Entscheid aber überraschte die Verantwortlichen trotzdem. «Mit einem Abgang haben wir nicht gerechnet», sagt Schwarz. «Mein Bedauern darüber ist gross.»
Unter Meier habe sich die Mannschaft weiter entwickelt und sei nun in der Lage, mit jeden Gegner mitspielen zu können, lobt Schwarz. Zudem habe der Trainer dem Team ein klares Spielkonzept verpasst und Junge integriert.
Knacknuss Trainersuche
Drei Runden vor Schluss liegt Uster auf dem achten Platz und hofft auf die erstmalige Playoff-Qualifikation in der höchsten Liga. Dass Meier ausgerechnet vor der entscheidenden Meisterschaftsphase seinen Abgang bekannt gegeben hat, sieht Schwarz nicht als Problem. Im Gegenteil, er begrüsst die Transparenz.
«So etwas kann man sowieso nicht unter dem Deckel halten», sagt der Sportchef und hofft auf eine Trotzreaktion des Teams.
Schwarz hat die Suche nach einem Nachfolger für Meier bereits aufgenommen. Sie dürfte eine Knacknuss werden, existiert in der Schweiz doch kein eigentlicher Markt für Trainer. Der Sportchef blickt sich deswegen auch im Ausland um.
Die Anforderungen an den Kandidaten sind klar: Er soll auf attraktives und offensives Unihockey setzen, junge Spieler ausbilden und integrieren. Der Verein strebt eine Lösung wie bei Meier an – sprich eine Teilzeitanstellung des Trainers. Schwarz sagt dazu: «Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen.»
