Laupens Derby-Serie geht weiter
Die NLB-Frauen des UHC Laupen haben auch das dritte Oberländer Derby der Saison gegen die Floorball Riders für sich entschieden. Dem 5:4 nach Verlängerung und 2:1-Sieg liess das Team von Trainer Yves Kempf in der Doppelrunde vom Wochenende ein 6:3 folgen.
Mit ihrer makellosen Bilanz gegen die Riders haben die Laupnerinnen ihren Status als bestes Oberländer Frauenteam unterstrichen. Sie erfüllen damit auch ihren eigenen Anspruch. Schon vor der Saison hatte Trainer Kempf gesagt: «Wir wollen die Nummer 1 im Oberland sein.»
Die aktuellen Kräfteverhältnisse sind nicht allein aufgrund der Direktbegegnungen eindeutig. Sie lassen sich auch in der Tabelle ablesen. NLB-Aufsteiger Laupen belegt nach 19 Runden den zweiten Platz, die Floorball Riders, lange Jahre in der NLA daheim, sind auf Platz vier klassiert.
Zwei Runden vor Abschluss der Qualifikation beträgt die Differenz zwischen den zwei Teams neun Punkte. Die Laupnerinnen werden von ihrer regionalen Konkurrenz also nicht mehr abgefangen werden können. Zugleich haben sie ein weiteres Ziel erreicht: Sie geniessen in der ersten Playoff-Runde Heimrecht.
Unbeeindruckt und geduldig
Der 6:3-Erfolg der Laupnerinnen vor über 200 Zuschauern in Rüti war verdient. Die Gäste zeigten in der intensiven Partie über drei Drittel hinweg eine gute Leistung und agierten jederzeit geduldig. Nach einem Abstimmungsfehler in der Verteidigung der Riders ging Laupen in der elften Minute in Führung. Cécile Walder traf für die Gäste, die ihren Vorsprung durch Michèle Grob noch im Startabschnitt ausbauen konnten.
Das Heimteam startete aggressiver ins zweite Drittel. Der Lohn dafür: Bühler gelang in der 22. Minute der Anschlusstreffer. Doch die Laupnerinnen liessen sich davon nicht beeindrucken. Nur vier Minuten nach dem Gegentor baute Andrea Wildermuth die Führung wieder aus. Und nach einem Eigentor des Heimteams (35.) nahm Laupen den Schlussabschnitt mit einer 4:1-Führung in Angriff.
In diesem verkürzten die Riders zwar zweimal den Rückstand wieder. Und in der Schlussphase bot sich ihnen bei einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Laupen gar die Chance, die Spannung definitiv zurückzubringen. Das Heimteam setzte alles auf eine Karte und ersetzte die Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin, was Laupen durch Andrea Wildermuth zum siegsichernden 6:3 ausnutzte.
Iris Brünn trifft viermal
Tags darauf hielten sich beide Teams schadlos. Die Floorball Riders überrannten zuhause das noch sieglose Schlusslicht Trimbach 9:1. Iris Brünn zeichnete sich als vierfache Torschützin aus, Anja Werz traf doppelt.
Laupen bezwang derweil daheim seinen möglichen Playoff-Gegner Floorball Uri 5:1. Die Entscheidung führten die Oberländerinnen im zweite Drittel herbei, als sie sich eine Dreitore-Führung erarbeiteten. (zo/fbr)
