Roulin überrascht auch in Kitzbühel
«Eine weitere Kostprobe des grossen Talents von Gilles Roulin», rief SRF-Kommentator Stefan Hofmänner bei der Zieleinfahrt von Gilles Roulin.
Tatsächlich. Der Grüninger setzte nämlich beim Super-G von Kitzbühel mit der Startnummer 30 den nächsten Akzent im Weltcup. Der 23-Jährige war als Dreizehnter der zweitschnellste Schweizer im Rennen überhaupt. Einzig Teamleader Beat Feuz erreichte mit Platz 6 eine bessere Klassierung.
Sieger wurde überlegen der Norweger Aksel Lund Svindal – mit einer halben Sekunde Vorsprung auf seinen Landsmann Kjetil Jansrud. Vorjahressieger Matthias Mayer aus Österreich reichte es zum dritten Rang.
Ohne gröberen Schnitzer
Roulin selbst blieb ohne gröberen Schnitzer, verlor beim vierten Super-G der Saison 1,56 Sekunden auf Svindal, und schaffte damit sein bestes Ergebnis überhaupt in dieser Disziplin.
Zuvor erreichte der Oberländer zweimal die Ränge 25 (Val Gardena/Lake Louise) und 17 (Beaver Creek).
Nebst Feuz und Roulin klassierten sich im Super-G von Kitzbühel als weitere Schweizer Thomas Tumler (16.), Ralph Weber (19.) und Nils Mani (30.) unter den besten 30 Fahrern. Die Gebrüder Mauro und Gino Caviezel verpassten ein Tor und schieden aus.
Rennen lange auf der Kippe
Bis am Freitagmittag hatte die Durchführung des Rennens noch auf der Kippe gestanden. Neuschnee und Regen im unteren Streckenteil bescherten den Helfern viel Arbeit. Bereits früh war entschieden worden, dass der Super-G auf verkürzter Strecke stattfinden wird.
Um ihn trotz der Wetterkapriolen durchführen zu können, entschieden sich die Organisatoren für eine bisher noch nicht gekannte Streckenwahl. Der Start befand sich oberhalb der Mausefalle, das Ziel am Oberhausberg, wo am Donnerstag auch das Abfahrtstraining geendet hatte. (sda/zo)
Weltcup-Super-G der Männer: 1. Aksel Lund Svindal (NOR) 1:30,72. 2. Kjetil Jansrud (NOR) 0,50 zurück. 3. Matthias Mayer (AUT) 0,56. 4. Hannes Reichelt (AUT) 0,57. 5. Adrien Théaux (FRA) 0,70. 6. Beat Feuz (SUI) 0,83. – 13. Gilles Roulin (Grüningen) 1,56. 16. Thomas Tumler (SUI) und Dominik Paris (ITA), je 1,67. 19. Ralph Weber (SUI) 1,72. 31. Nils Mani (SUI) 3,16. 33. Patrick Küng (SUI) 3,23. 35. Urs Kryenbühl (SUI) 3,58. 40. Marc Gisin (SUI) 3,90. – 69 Fahrer gestartet, 57 klassiert. – Ausgeschieden u.a.: Mauro Caviezel (SUI), Gino Caviezel (SUI), Gian Luca Barandun (SUI).
Gesamtwertung. Super-G (nach 4 von 6 Rennen): 1. Jansrud 260. 2. Svindal 214. 3. Vincent Kriechmayr (AUT) 200. 4. Reichelt (AUT) 186. 5. Max Franz (AUT) 172. 6. Mayer 160. – Ferner: 12. Feuz 94. 18. Tumler (SUI) 57. 19. Roulin (Grüningen) 46. 29. Weber (SUI) 21.
