Alles spricht für Spektakel
Zum zweiten Mal diese Saison treffen die Oberländer Zweitligisten Dürnten Vikings und Illnau-Effretikon aufeinander. Und man kann vor dem Spiel am Samstag in Bäretswil (17.30) ganz simpel festhalten: Es ist angerichtet für ein Spektakel. Zu viel der Vorschusslorbeeren? Wohl kaum. Zahlreiche Argumente lassen sich ins Feld führen, um die Behauptung zu untermauern.
Im Oberländer Derby treffen nicht nur die seit Jahren besten Mannschaften der Gruppe 1 aufeinander, wobei im Gegensatz zum Hinspiel der EIE nun als Leader in die Partie steigt. Es ist auch das Duell zweier offensiv orientierter und sehr treffsicherer Teams.
Das lässt sich beispielsweise auch in der Skorerwertung ablesen. Sieben Spieler in den Top Ten stehen entweder für die Dürntner oder für den EIE auf dem Eis. Ganz oben thront nach 14 Runden Adrian Stoob, der letzte Saison noch beim EHC Dübendorf in der Erstliga unter Vertrag stand. Er sammelte bisher 32 Punkte (14 Tore/18 Vorlagen) – einen mehr als EIE-Captain Thomas Korsch, der neun Tore und 22 Assists erzielte.
Kommt hinzu: Beide Mannschaften sind in Form. Neun ihrer letzten zehn Partien haben die Protagonisten für sich entschieden.
Selbstsicherheit hier und da
Jeder hat dabei auf seine Weise Selbstvertrauen für das Derby getankt. Da ist auf der einen Seite der Gastgeber, die Dürnten Vikings. Die Dürntner zeigten sich zuletzt bei ihrem 14:1 in Bellinzona trotz krankheitsbedingten Absenzen in Torlaune, sodass Trainer Claudio Petrini hinterher erwartungsfroh sagte: «Mit einer solchen Leistung wird das Derby ein Spitzenspiel, das seinem Namen alle Ehre machen wird.»
Der EIE hat derweil in der letzten Runde Ungewöhnliches vollbrachte. Das Team von Trainer Dieter Wieser machte gegen Luzern in den letzten elf Minuten aus einem 1:4-Rückstand noch einen 6:4-Sieg. Aus dem EIE-Lager vermeldet Trainer Dieter Wieser denn auch, man sei «hoch motiviert» und gerüstet.
Die Serie nach der Niederlage
Der EHC Illnau-Effretikon nimmt in Bäretswil den nächsten Anlauf, die negative Serie gegen seinen Lokalrivalen zu beenden. Sechsmal hintereinander hiess der Sieger im Oberlandduell Dürnten Vikings, letztmals im November.
Damals lag der EIE im Eselriet zwar dreimal in Führung, wobei man im dritten Drittel 5:3 vorne war – und verlor dennoch 5:6 nach Verlängerung. Die Dürntner drehten mit einer Willensleistung die Begegnung. Dieter Wieser fand hernach trotz der Enttäuschung: «Es ist ein guter Schritt.»
Der EIE-Trainer sollte Recht behalten. In der Folge gab seine Mannschaft keinen einzigen Punkt mehr ab. Schon vier Runden vor Schluss ist dadurch klar, dass der EIE die Qualifikation entweder als Sieger oder auf Rang zwei beendet – der drittklassierte HC Luzern liegt schon zu weit zurück.
Zwei Punkte beträgt momentan die EIE-Reserve auf die Dürntner. Ihm winkt im Direktduell somit die Chance, den härtesten Konkurrenten zu distanzieren. Die Ausgangslage ist offen. Ein Grund mehr zu behaupten: Es ist angerichtet.
