Die Identifikationsfigur macht Schluss
Thomas Aellig (34) stiess zur Jahrtausendwende als 16-Jähriger zur ersten Mannschaft des UHC Uster und blieb dem Klub während seiner ganzen Karriere treu. Mittlerweile bestreitet er seine 17. Saison im Fanionteam, das aktuell in der NLA um den Playoff-Einzug kämpft.
Auf Ende der Saison tritt Aellig zurück, wie der Verein vermeldet. Bisher bestritt der Verteidiger 353 Spiele in der Nationalliga und sammelte 194 Punkte und 138 Strafminuten.Doch sein Wert für das Team von Trainer Simon Meier und den Verein allgemein lässt sich kaum aus Statistiken ablesen. Aellig ist ein Kämpfer und Abräumer, einer jener aufsässigen Gegenspieler, die man lieber in den eigenen Reihen weiss. Darüber hinaus ist er mit seiner professionellen Einstellung ein Vorbild – auf und neben dem Feld.
Dazu Trainer Meier: «Grosse Sportler sind nicht immer nur die Seriensieger, Serienmeister oder Weltmeister. Wer über eine solch lange Zeit und mit dieser Vereinstreue wie Thomi Unihockey repräsentiert, ist ein Grosser.»
Der Entscheid fiel leicht
Zu seinen Erfolgen zählen die beiden Aufstiege in die NLB und NLA zu Beginn der Nullerjahre. «Aus den vielen Jahren beim UHC Uster werde ich unzählige Erinnerungen mitnehmen», sagt Aellig. Der Entscheid, zurückzutreten sei ihm leicht gefallen. Im Februar wird er zum ersten Mal Vater.
Oft hiess es scherzhaft, dass Aellig so lange spiele, bis seinem Verein die erstmalige Qualifikation für die Playoffs gelingt. Umso schöner wäre nun sein Abschied, würde es in seiner letzten Spielzeit klappen. (zo)
