Dem UHC Uster gelingt die späte Wende
Dank einer Willenleistung gewinnt der UHC Uster auswärts gegen Thun 5:4. Die Entscheidung in einem spannenden, phasenweise jedoch fahrigen NLA-Spiel fiel erst kurz vor Schluss.
Mit dem Sieg rückten die Ustermer auf Kosten von Chur (punktgleich auf dem zehnten Platz) auf Rang neun vor. Da beide Konkurrenten über dem Strich (Waldkirch-St. Gallen und Zug) verloren, beträgt der Rückstand auf einen Playoff-Platz neu nur noch drei Punkte.
Ausgerechnet Mikuláš Komárek, der zweifellos begabte, aber manchmal etwas unglücklich agierende tschechische Verstärkungsspieler, leistete mit einer feinen Einzelleistung die Vorarbeit zur Entscheidung in Thun. Quasi als Abschiedsgeschenk – er kehrt im Anschluss an diese Partie nach einem Austauschsemester in der Schweiz zu Stammklub Tatran Strešovice zurück – ermöglichte Komárek dem UHC Uster drei eminent wichtige Punkte im Strichkampf.
Sehenswert liess der Tscheche zwei Thuner an der Bande aussteigen und bediente dann den freistehenden Niko Juhola, der mühelos zum 5:4 vollstreckte – es war bereits der zweite Treffer des Finnen an diesem Abend. Nur etwas mehr als eine Minute davor hatte Suter mit einem Ablenker auf Pass von Juhola den viel umjubelten 4:4-Ausgleich bewerkstelligt.
Die Berner Oberländer vermochten sich von diesem Schock nicht mehr zu erholen. Die Ustermer, bis dahin meist mit einem Rückstand konfrontiert, spielten die verbleibenden zwei Minuten souverän zu Ende, ohne ins Zittern zu geraten.
Unbeirrt trotz Rückstand
Im Vergleich zum Hinspiel, das Uster vor drei Monaten 8:2 für sich entschied, traten die Thuner deutlich verbessert auf. Deshalb bekam das Team von Trainer Simon Meier die Partie über weite Strecken nicht richtig unter Kontrolle.
Zwar war es spätestens ab dem zweiten Drittel und dann vor allem im dritten optisch überlegen und hatte entschieden mehr Ballbesitz. Doch als die Ustermer die Partie jeweils ausglichen, hielten die Thuner postwendend eine Antwort in Form der erneuten Führung bereit.
Ledergerbers 2:2 konterte Thuns Kropf beispielsweise 46 Sekunden später – und Obi beantwortete Juholas 1:1 kurz vor der ersten Pause sogar nur 15 Sekunden später mit dem 2:1 aus Berner Sicht.
So gesehen bewiesen die Ustermer mit der späten Kehrtwende grosse Moral und zwangen das Glück für einmal auf ihre Seite. (ucu)
