Man hätte nicht gedacht, dass dies noch möglich ist. In der Zeit von Facebook, Twitter und all den anderen sozialen Kanälen, mit denen Neuigkeiten sofort verbreitet werden. Doch irgendwie ging der jüngste Wechsel von Christian Weber in der allgemeinen Nachrichtenflut bis am späten Montagabend schlicht unter.
In der «Blick»-Ausgabe vom Dienstag wurde der Dübendorfer gar noch immer als möglicher neuer Sportchef des EHC Kloten gehandelt. Dabei ist zumindest seine unmittelbare Zukunft schon seit ein paar Tagen geklärt.
Der 53-Jährige, der lange Jahre Trainer in der höchsten Schweizer Liga war und zuletzt bis im Dezember als Sportdirektor bei Swiss-League-Klub La Chaux-de-Fonds unter Vertrag stand, übernahm vorerst bis zum Saisonende den EHC Lustenau.
Am Freitagabend leitete er das erste Training. Tags darauf erlebte er seine Premiere an der Bande. Der Vorarlberger Klub spielt in der zweitklassigen und sehr heterogenen Alps Hockey League, in der Mannschaften aus Österreich, Italien und Slowenien vertreten sind. Lustenau verlor gegen die Zeller Eisbären 5:6 – durch ein Gegentor kurz vor Schluss.
Und Weber bilanzierte hinterher: «Wenn man fünf Tore schiesst, muss man ein Spiel normalerweise gewinnen.»

