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Pfannenstiel kann doch noch siegen

Ein Erfolgserlebnis für den UHC Pfannenstiel: Nach elf sieglosen Partien bezwang der NLB-Neuling den UHC Grünenmatt 4:3 nach Verlängerung. Tags darauf unterlag er Langenthal Aarwangen 4:6.

Pfannenstiels Remo Gallati versucht sich gegen die Abwehr von Grünenmatt durchzusetzen. (Bild: David Kündig)

Pfannenstiel kann doch noch siegen

Es ist so etwas wie ein Lebenszeichen. Der UHC Pfannenstiel konnte mit dem 4:3 nach Verlängerung über Grünenmatt im 15. NLB-Spiel endlich den zweiten Saisonerfolg feiern.

Zuletzt war der Aufsteiger vor fast drei Monaten gegen Gordola (5:3) als Sieger vom Feld gegangen. Entsprechend erleichtert war auch Doppeltorschütze Tim Bartenstein. «Endlich hat es wieder einmal geklappt mit dem lange verdienten Sieg. Wir sind als Team aufgetreten und haben uns nie hängen gelassen», sagte er.

Insgesamt 147 Sekunden dauerte die Overtime, ehe ebendieser Bartenstein mit dem 4:3 den Aufsteiger endgültig jubeln liess. Sowieso hatte der 27-Jährige zuvor bei einigen wichtigen Aktionen seine Hände im Spiel. Er erzielte kurz vor der ersten Drittelspause bereits das 2:1. Und Bartenstein sorgte in der 57. Minute mit einem entscheidenden Pass in den Slot dafür, dass Pfannenstiel nicht zum zwölften Mal in Folge als Verlierer vom Feld musste. Seine Vorlage verwertete nämlich Flurin Stauffer zum 3:3-Ausgleich.

Eine ausgeglichene Partie

Sowieso verlief die Partie gegen Grünenmatt ausgeglichen. Es war zunächst Captain Thiemo Scharfenberger, der sein Team mit einem Distanzschuss auf Kurs brachte (10.). Die St. Galler blieben aber gefährlich. Es brauchte einen aufmerksamen «Pfanni»-Goalie Patrick Weber – und auch etwas Glück. Denn zweimal beklagten die Gäste auch einen Pfostenschuss.

Doch manchmal konnte auch Weber nicht mehr retten. So waren der schnelle Yannik Arm (17.), der langjährige deutsche Nationalspieler Manuel Mucha per Penalty (30.) sowie Joel Ruch (53.) erfolgreich. Nur: Dies reichte Grünenmatt in der Endabrechnung für einmal nicht.

Keine 24 Stunden später musste Pfannenstiel beim 4:6 bei Langenthal Aarwangen allerdings wieder als Verlierer vom Feld. Dabei kam das NLB-Schlusslicht wie schon am Vortag gut in die Partie.

Der Lohn dafür: In der 11. Minute gingen die Oberländer verdientermassen in Führung. Bartenstein spielte in der Mitte den aufgerückten Verteidiger Gian Andrea Murk frei, der zum 1:0 vollendete. Und es kam noch besser: Mit der ersten Aktion im zweiten Drittel gelang Remo Gallati sogar das zweite Tor.

Das Tor zum 3:0 verpasst

Nun überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst verpasste Bartenstein mittels Penalty die Chance auf das 3:0, dann liessen die Gäste eine Überzahlsituation ungenutzt verstreichen. Dies sollte sich rächen. Innert nur 27 Sekunden war Langenthal mit einem Doppelschlag erfolgreich, und damit zurück.

Ins Gesamtbild passte da auch das 2:3 zur Spielmitte, als Samuel Schellenberg einen Ball unglücklich ins eigene Gehäuse lenkte. Doch «Pfanni» steckte nicht auf und war bei einer weiteren Powerplay-Möglichkeit erfolgreich. Nach einem Querpass von Florian Hafner traf Scharfenberger zum Ausgleich (34.).

Im Schlussabschnitt schien zunächst nach der neuerlichen Führung durch Marco Würmli der zweite Sieg in Folge möglich (44.). Aber: Die Reaktion des Tabellenfünften liess nicht auf sich warten. Mit zwei Toren bis zur 50. Minute gelang die neuerliche Wende, ehe die Oberaargauer in den Schlusssekunden mit dem 6:4 alles klar machten.

Ungeachtet davon fiel das Wochenende-Fazit bei Pfannenstiel positiv aus. «Wir haben zwei gute Spiele gezeigt. Diesen Schwung müssen wir ins neue Jahr mitnehmen», sagte Torhüter Marco Mangia. (cma/zo)

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