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UHC Uster zu fehlerhaft

Trotz drückender Überlegenheit im letzten Drittel verliert A-Ligist Uster gegen Langnau 4:5. Der bereits nach 20 Minuten eingehandelte Dreitore-Rückstand war eine zu grosse Hypothek.

Usters Marco Klauenbösch (r.) gegen den Thuner Marco Manuel Cebulla. (Archivbild: Christian Merz)

UHC Uster zu fehlerhaft

Der UHC Uster tritt an Ort. Mit der 4:5-Heimniederlage gegen Langnau geht der NLA-Klub von Platz zehn aus ins neue Jahr. Der Rückstand auf den Strich (8. Rang) beträgt nach wie vor fünf Punkte.

Für einmal starteten die Ustermer unter anderen Vorzeichen in die letzten 20 Minuten: Es galt keinen Vorsprung zu verteidigen, sondern ein vermeidbares 2:5-Defizit auszugleichen. Dass dieses Unterfangen durchaus hätte erfolgreich sein können, zeigte sich schon nach wenigen Minuten.

Angriffswelle um Angriffswelle

Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf den viel beschäftigten Gäste-Hüter Jürg Siegenthaler zu. Die zuvor mindestens ebenbürtig aufspielenden Tigers wussten sich nun fast nur noch mit hohen Bällen auf einsame Sturmspitzen zu helfen. Sie blieben so bis auf wenige Ausnahmen, in denen Usters Keeper Holenstein zur Stelle war, offensiv zahnlos.

Doch einmal mehr machten sich die Gastgeber das Leben selbst schwer, indem sie die im Minutentakt bietenden Chancen nicht verwerten konnten. Zwar verkürzte Komárek mit einem von einem Verteidiger unglücklich abgelenkten Weitschuss schon früh auf 3:5 (44.).

Doch danach dauerte es mehr als zehn Minuten, bis der aufgerückte Steiger im Anschluss an eine clevere Freistossvariante den nächsten Treffer erzielen konnte.

Ein Team, zwei Gesichter

Danach boten sich insbesondere dem für einmal etwas unglücklich agierenden Ustermer Topscorer Manuel Hummer einige Chancen auf den Ausgleich. Doch immer wieder war der stark aufspielende Siegenthaler zur Stelle, so dass das Heimteam trotz einem überzeugenden Schlussdrittel mit leeren Händen vom Feld musste.

Dass es überhaupt nochmals so spannend würde, zeichnete sich in den ersten zwei Dritteln nicht ab. Da zeigten die Ustermer ein anderes Gesicht. Zwar immer wieder mit guten Ansätzen, stellten sie sich zu oft selbst ein Bein. Sinnbildlich dafür waren die Gegentreffer zum 0:2 und 0:3.

Just nämlich als der UHC Uster nach zähen ersten zehn Minuten sich einige vielversprechende Möglichkeiten erspielte, zerstörte der schwedische Nationalteam-Captain Johan Samuelsson mit einem sehenswerten Rush über das halbe Feld das aufkeimende Momentum. Und ein fahrlässiger Ballverlust im Aufbau, der zum dritten Gegentreffer führte, machte den Fehlstart komplett.

Das wiederkehrende Muster

Auch im zweiten Durchgang wiederholte sich das Muster: Erst verkürzten Hummer mit einem feinen Drehschuss und Henriksson in Überzahl auf 2:3, dann fing Samuelsson einen missglückten Auswurf von Holenstein ab und bediente den freistehenden Steiner zum vierten Treffer für die Emmentaler.

In diesen Situationen zeigte sich, weshalb die Tigers derzeitiger Zweiter sind. Dank ihrem Zug aufs Tor und cleveren Entscheidungen wussten sie die Fehler der Ustermer gnadenlos für sich auszunutzen. (ucu)

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