Dübendorf jubelt in der Zusatzschicht
Lars Frei entschied in der 65. Minute mit seinem Tor zum 3:2 die umstrittene Partie zwischen den MSL-Klubs Dübendorf und Seewen.
Nichts hatte nach eher verhaltenen zwanzig Startminuten darauf hingedeutet, dass sich ein veritabler Abnützungskampf entwickeln würde. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit, das Spiel in der fünften Runde der Cup-Qualifikation in der regulären Zeit für sich zu entscheiden.
Der Auftakt gelang dem EHCD nach Wunsch. Bereits in der zweiten Minute schlenzte der in den Slot aufgerückte Verteidiger Raphael Röthlisberger den Puck zum 1:0 ins Netz. Nach rund zehn Minuten fand Seewen besser in die Partie und kam zu Chancen. Die am wenigsten zwingende nutzte Robin Büeler, als er EHCD-Keeper Remo Trüb zwischen den Schonern erwischte.
Stettler gleicht spät aus
Das Mitteldrittel wurde beidseits engagierter in Angriff genommen, das Tempo hochgefahren und der Körper eingesetzt. Gute Szenen waren die Folge. Mit Vorteilen für den EHC Seewen: Jann Bettinaglio traf kraftvoll zur Führung (28.).
Dübendorf schaffte es danach nicht, insgesamt vier Minuten Powerplay – zwei davon in doppelter Überzahl – auszunutzen. Das gab den Schwyzern noch mehr Moral. Dem EHCD lief es nach dem frühen Führungstreffer hingegen nicht mehr wie gewünscht. Bis Lukas Stettler sechs Sekunden vor der zweiten Sirene in Überzahl mit einem Schuss von der blauen Linie zum 2:2 ausglich.
Das rassige Spiel stand auf Messers Schneide. Fabian Schumann traf nur den Pfosten (44.) und läutete damit eine starke Phase der Glattaler ein. Doch Seewen stand defensiv solid und fuhr gefährliche Konter. Sechs Minuten vor dem Ende rettete Trüb mirakulös. Die Dübendorfer drückten danach nochmals massiv, Seewen aber rettete sich in die Verlängerung. Dort war es dann Frei, der den EHCD zum Sieg schoss. (Beat Gmünder, Seewen)
