EHC Wetzikon ist neuer Leader
Für den EHC Wetzikon ist die Thurgauer Woche zu Ende. Und der Oberländer Erstligist beendete die Serie der drei Spiele innert sieben Tagen gegen Weinfelden, die Pikes Oberthurgau und Frauenfeld am Mittwoch mit einem Heimerfolg. Der EHCW schlug die als Leader angereisten Gäste 4:3 und nimmt neu anstelle von Frauenfeld die Tabellenspitze ein.
Der EHC Wetzikon und die Frauenfelder begegneten sich in einer hart umkämpften Partie auf Augenhöhe. Lange hielten die Gäste aus Frauenfeld mit dem Tempo der Oberländer mit, spielten teilweise selber äusserst schnell. Der EHCW zeigte sich geduldig, stand in der Defensive kompakt und hielt seinen Gegner mit schnellen, gefährlichen Kontern stets auf Trab.
Neuenschwander hält dicht
Zu Beginn hielt Odin Neuenschwander das Heimteam mit zahlreichen Paraden im Spiel. Auf der Gegenseite schlenzte EHCW-Stürmer Peter Hürlimann eine Scheibe an den Pfosten. In der 16. Minute und nach einem sehenswerten Powerplay traf Brent Buchmüller mit einem satten Schuss zum 1:0. Kurz darauf zeigten die Wetziker erneut ein starkes Powerplay – für den zweiten Treffer reichte es aber vorerst noch nicht.
Frauenfeld steckte den Rückstand weg, behielt die Ruhe und kam weiterhin zu gefährlichen Torchancen. Im Powerplay gelang Kevin Rohner mit einem Ablenker beinahe der Ausgleich, kurz darauf zog Kevin Rieser vom Bullykreis ab (32.). Kaum waren die Oberländer wieder komplett, entwischte Frauenfelds Lattner und lief alleine auf Neuenschwander zu. Der EHCW-Goalie reagierte stark.
Butty trifft doppelt
Bei Spielhälfte führten die Oberländer dann die Entscheidung herbei. Innerhalb von eineinhalb Minuten machten die Platzherren aus ihrem 1:0 ein 4:0.
Butty zeigte sich dabei besonders kaltschnäuzig. Im Powerplay profitierte er von viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor und überlistete Frauenfeld-Goalie Styger. Nicht einmal zwei Minuten später doppelte er nach einem sehenswerten Zuspiel von Bucher nach und traf zum 3:0 (37.).
Und kaum war die Scheibe wieder im Spiel, standen Vesely, Rüedi und Eggimann zu dritt gegen einen Frauenfelder Verteidiger vor dem Tor. Die Wetziker Paradeformation liess sich diese Chance nicht entgehen – Eggimann vollendete die Kombination zum 4:0.
Frauenfeld reagierte darauf mit einem Goaliewechsel. Jeremy Laux übernahm nun anstellte von Daniel Styger.
Im Schlussabschnitt zeigten sich die Wetziker weniger kämpferisch als zuvor und wirkten bisweilen etwas unkonzentriert. Frauenfeld hingegen liess nicht nach und drückte. Als Marzan für vier Minuten auf die Strafbank geschickt wurde, gelang Frauenfeld das erste Tor. Sechs Minuten vor Schluss nutzte Jörg eine Gelegenheit zum zweiten Treffer für die Thurgauer. Nun rissen die Gäste das Zepter an sich und dominierten die Schlussminuten, erst vier Sekunden vor Schluss gelang ihnen aber das Anschlusstor. (Pascal Andenmatten)
