Befreiungsschlag für den UHC Uster
Ausgerechnet im Auswärtsspiel gegen den Grasshopper-Club in Zürich gelang dem UHC Uster nach fünf Niederlagen in Serie (inklusive Cup) der Befreiungsschlag.
Manuel Hummer mit seinem Ausgleichstreffer kurz vor dem Ende des dritten Drittels und der Schwede Oskar Henriksson mit dem verdienten 7:6-Siegtor in der Verlängerung sorgten für eines der seltenen Ustermer Erfolgserlebnisse in der Sporthalle Hardau. Vor fast genau zehn Jahren war es, als A-Ligist Uster letztmals einen Auswärtssieg gegen GC bejubeln durfte.
Dass diese lange Durststrecke am Samstagabend ein Ende fand, lag nicht zuletzt daran, dass man seitens der Ustermer aus der herben 2:12-Schlappe beim Meisterschaftsauftakt die Lehren gezogen und Coach Simon Meier den Gameplan geschickt auf die Stärken des Gegners abgestimmt hatte, der seine gefährlichen Konter nur äusserst selten wie gewünscht praktizieren konnte.
Die 2:1-Führung der Gäste nach dem ersten Drittel entsprach denn auch dem Spielverlauf. Auch nach dem zweiten Drittel (4:2) lagen die Ustermer vorne.
«Genug Selbstvertrauen aufgebaut»
Doch als Julkunen das Heimteam knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende des dritten Abschnitts nach genau einer Sekunde (!) Überzahlspiel erstmals in Führung geschossen hatte, bahnte sich aus Ustermer Sicht ein Déja-vu der bitteren Sorte an: Guter Auftritt, Führung verspielt und ohne Punkte geblieben.
Doch für einmal kam es anders. Ohne Torhüter und mit einem zusätzlichen Feldspieler angreifend traf Hummer nach einem präzisen Querpass Florian Bolligers in der 60. Minute zum 6:6.
Mit dieser positiven Energie im Rücken dauerte es in der Verlängerung nur 81 Sekunden, bis der von Komárek ideal lancierte Henriksson seinem Team mit dem 7:6 den Zusatzpunkt sicherte.
«Natürlich kam nach dem Führungstreffer der Hoppers kurz der Gedanke an die vergangenen Spiele auf, aber ich war davon überzeugt, dass wir das Ganze noch zu unseren Gunsten drehen können», sagte Thomas Aellig hinterher. «Wir waren sehr gut vorbereitet, haben eine wirklich gute Leistung gezeigt und dementsprechend während des Spiels auch genügend Selbstvertrauen aufgebaut, um in dieser nicht einfachen Situation nochmals reagieren zu können.» (ucu)
