Usters Schwimmer wollen abräumen
Der SC Uster-Wallisellen (SCUW) ist ein geübter Veranstalter. Bereits zum fünften Mal organisiert er die Kurzbahn-SM – letztmalig vor drei Jahren. Jetzt kommt es nach dem Umbau zum Comeback im neuen 50-m-Olympia-Becken. «Wir hoffen natürlich auf einen Haufen Zuschauer», sagt SCUW-Präsident Philippe Walter. Die mobile Tribüne bietet Platz für rund 800 Besucher.
Die Vorläufe der Schweizer Meisterschaften finden dabei auf zehn Bahnen statt. Das ganze Wettkampfprogramm kann dadurch gestrafft werden. Überhaupt: Als erstes und einziges Hallenbad in der Schweiz verfügt Uster über zehn Bahnen.
Neue moderne Bäder entstehen
Allerdings nicht für lange Zeit. Für 2019 ist nämlich in Sursee die Eröffnung einer neuen Sportarena mit einem 50-m-Olympia-Pool geplant. Und ein weiteres Jahr später dürfte Lausanne nachziehen. Im Rahmen des Stadion-Neubaus für den NLA-Eishockeyklub Lausanne ist auch eine moderne Schwimmhalle eingeplant. Dieser muss rechtzeitig für die Olympischen Jugendspiele 2020 in Lausanne bereitstehen. SCUW-Präsident Walter freut sich über die Aufbruchstimmung im Bau von neuen Hallenbädern nach Jahrzehnten des Stillstands. «Viele sind ganz einfach veraltet», sagt er.
Noch ist aber das im letzten Dezember wiedereröffnete Hallenbad das Mass aller Dinge – und die Ustermer Schwimmer sowieso. Die mit Abstand grösste Delegation stellt der Verein mit 56 Athleten gleich selbst. Und die eigenen Ansprüche sind wie gewohnt hoch. Der SCUW will im Vergleich mit den anderen Klubs, und wie zumeist in den letzten Jahren auch erreicht, die meisten Medaillen holen.
Zu den sportlichen Höhepunkten zählen sicher die Auftritte vom Maria Ugolkova. Das Aushängeschild des SCUW erzielte jüngst einen Schweizer Rekord über 200-m-Lagen und ist – wie der Liechtensteiner Christoph Meier und Rückenspezialistin Sara Staudinger – bereits für die Kurzbahn-EM von Mitte Dezember in Kopenhagen qualifiziert.
Letzte Chance für EM-Qualifikation
Viel Spannung versprechen desweitern die Starts des erst 15-jährigen Ausnahmetalents Antonio Djakovic (Walter: «Er wird Medaillen gewinnen») und die SM-Premiere von Nina Kost. Die gebürtige Luzernerin wuchs in Heidelberg (GER) auf und wechselte erst kürzlich nach Uster. Sie kann sich daher unabhängig von ihren Leistungen noch gar nicht für die Europameisterschaften qualifizieren.
Ebenso an der EM fehlen wird Svenja Stoffel – trotz der erreichten Limite. Sie wird an den so quasi parallel stattfindenden Militär-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro teilnehmen.
Dennoch. Präsident Philippe Walter hofft, dass es noch mindestens zwei weitere Schwimmer des SCUW an die EM nach Dänemark schaffen. Die SM in Uster ist die letzte Chance dazu. Es sind ideale Voraussetzungen für schnelle Zeiten.
