Pfannenstiel leistete harten Widerstand
Der UHC Pfannenstiel Egg startete bei der 5:7-Niederlage gegen Basel Regio gut und äusserst konzentriert. Offensiv agierten die Oberländer schnell und variantenreich, während sie defensiv solidarisch spielten und die Räume eng machten.
Nach 82 Sekunden konnte das Heimpublikum das erste Mal jubeln. Bartenstein spielte im Slot Carigiet frei, der Hüter Coray zum 1:0 bezwingen konnte. Basel versuchte zwar das Spiel zu machen, aber scheiterte immer wieder am «Pfanni»-Bollwerk oder spätestens am stark spielenden Hüter Weber.
Aus spitzem Winkel zum 3:0
So war es in der 10. Spielminute erneut Pfannenstiel, das jubeln konnte. Bartenstein zog aus der Distanz ab und erwischte den Torhüter in der entfernten flachen Torecke zum 2:0. Und es kam noch besser. In der 18. Minute führte der Tabellenletzte gegen den Leader 3:0. Erneut war Carigiet erfolgreich, der aus spitzem Winkel erhöhen konnte. Pfannenstiel spielte ganz stark und liess Basel kaum Raum sich zu entfalten.
In der Schlussphase des Startabschnitts konnte Pfannenstiel noch im Powerplay auflaufen, doch statt das Resultat auszubauen beziehungsweise zumindest zu halten, kassierte das Heimteam innerhalb von 48 Sekunden zwei Shorthander – beide Male war der Finne Jolma erfolgreich. 18 Minuten lang spielte das Heimteam beinahe perfekt, dafür liess es sich im Powerplay zweimal auf einfachste Art und Weise übertölpeln und so ging es nur noch mit einem 3:2 in die Pause.
Der Basler Ausgleich
In der 29. Minute konnte Basel im Powerplay durch einen Distanzschuss von Schob ausgleichen. Basel drückte nun dem Spiel den Stempel auf, während Pfannenstiel etwas verunsichert wirkte. So war die erstmalige Gästeführung in der 33. Minute die Konsequenz. Bei einer 3:3-Situation spielte der Aufsteiger zu wenig konsequent und dies nutzten die Gäste eiskalt aus.
Kurz vor der Pause verloren die Gastgeber im Aufbau unnötigerweise den Ball. Der Este Kasenurm bedankte sich und erhöhte zum Pausenresultat von 5:3 für die Gäste. Pfannenstiel war nun im letzten Drittel gefordert und reduzierte auf 2 Verteidigungs- und 3 Sturmreihen.
Die Zuschauer mussten sich aber bis zur 55. Minute gedulden, ehe sie wieder ein Tor des Heimteams bejubeln konnten. Der neu eingewechselte Stauffer konnte nach einem Solo auf 4:5 verkürzen und die Hoffnung zurückbringen.
Der Nationalspieler trifft
Diese Hoffnung zerschlug sich aber nur gut eine Minute später. Der Schweizer Nationalspieler Mendelin konnte einen Fehlpass im Aufbau abfangen und versenkte zur vermeintlichen Vorentscheidung. Der NLB-Neuling versuchte aber nochmals alles und konnte durch Captain Scharfenberger nur 19 Sekunden später nochmals auf 5:6 verkürzen.
Doch erneut machte er sich das Leben selber schwer und kassierte zwei Minuten vor Schluss nach einem unglücklichen Ballverlust das 5:7. Die letzten beiden Spielminuten brachten keine Wende mehr und so stand Pfannenstiel trotz eines über weite Strecken starken Spiels erneut mit leeren Händen da.
«Hart bestraft»
Die Unterstützung der Fans war dem Team aber stehts gewiss. Doppeltorschütze Carigiet meinte nach dem Spiel enttäuscht: «Nach einem fast perfekten ersten Drittel wurden wir mit zwei Gegentoren in unserem Powerplay hart bestraft. Dies nahm sicher etwas den Schwung für das zweiten Drittel. Alles in allem war es aber eine starke und kämpferische Teamleistung, die leider wieder nicht mit Punkten belohnt worden ist.»
Pfannenstiel schmerzen zwar diese Niederlagen, doch die Oberländer sind gewillt am kommenden Wochenende bei der Auswärts-Doppelrunde am Samstag in Davos und am Sonntag in Sarnen noch mehr zu tun, um das Glück endlich wieder auf die eigene Seite zu zwingen. (cma)
