EHC Wetzikon mit heftiger Bauchlandung
Der Nachricht auf dem Twitter-Profil des Erstligisten EHC Wetzikon ist deutlich. «Die Giovani Discatori Turrita Bellinzona prügelt uns 6:2 aus der Halle. Eine Horror-Reise in den Süden.»
Den Grundstein zum Sieg legen die Tessiner am Mittwochabend bereits bis zur Matchhälfte. Mit 1:6 lagen die erstmals mit den aus Dübendorf zurückgekehrten Gianni Brandi und Brent Buchmüller auflaufenden Oberländer in der 26. Minute bereits zurück.
Von Beginn weg machte Bellinzona Druck, Vitaly Lakhmatov zog mit viel Tempo alleine vor das Wetziker Tor, Yannik Peter konnte seinen Kasten aber vorerst noch dichthalten. Im Gegenzug liess der EHCW ein erstes Powerplay ungenutzt verstreichen, Vesely scheiterte kurz davor aus bester Position.
Zwei schnelle Überzahltore
Besser machten es die Tessiner, Dean Schnüriger erzielte in einer druckvollen doppelten Überzahl den ersten Treffer für Bellinzona (6.), noch in der gleichen Powerplay-Situation doppelte Schnüriger zum 2:0 für die Platzherren nach. Die Oberländer liessen sich aber vom Doppelschlag nicht beirren und zeigten sich kämpferisch, einzig vor dem Tor fehlte die letzte Kaltblütigkeit. Die Spielzüge des Teams von Trainer Roger Keller wirkten insgesamt zu verspielt und zu kompliziert.
Im Powerplay klappte es dann doch; Marzan zog in der 13. Minute von der blauen Linie ab, Bucher lenkte die Scheibe unhaltbar ins Tor ab. Wetzikon schien nun definitiv zurück. Es war ein Trugschluss. Gegen den Spielverlauf erhöhten die Tessiner mit einem Doppelschlag sogar auf 4:1. Ein unnötiger Scheibenverlust führte dazu, dass Danny Masa alleine auf EHCW-Goalie Peter zog und diesem keine Chance liess, ehe nur eine Minute später Fuchs im Powerplay sogar noch nachdoppeln konnte.
Torhüterwechsel ohne Effekt
Wetzikon reagierte auf diesen Doppelschlag. Ab dem zweiten Drittel stand an Stelle von Yannik Peter neu Odin Neuenschwander zwischen den Pfosten. Und nicht einmal eine Minute verstrich, ehe der frisch eingewechselte Keeper sich schon ein erstes Mal bezwingen lassen musste. In einer Druckphase Bellinzonas gelang es den Oberländern nicht, die Scheibe unter Kontrolle zu bringen und Rochat drückte zum 5:1 ab (41.).
Immerhin: Wetzikon gab sich nicht geschlagen und versuchte weiterhin Druck aufzubauen. In Überzahl kamen die Oberländer immer wieder gefährlich vor das Tor, die letzte Entschlossenheit fehlte aber weiterhin. Auf der Gegenseite vielen die Tore hingegen weiterhin leichter; Pietro Juri erhöhte nach einem Abpraller von Neuenschwander sogar auf 6:1.
Damit war die Partie entschieden. Im Schlussabschnitt kontrollierte Bellinzona das Geschehen. Für einen letzten Wetziker Akzent sorgte zumindest noch Rykart in der 51. Minute, als er Laimbachers Schuss gekonnt ablenkte und auf 2:6 verkürzen konnte. (pan)
