Wetzikon mit mehr Abgeklärtheit
Es war wohl die Konstanz, Kaltblütigkeit sowie Breite im Kader, die beim 3:0-Sieg des VBC Wetzikon über Volley Uster den Ausschlag gab. Wetzikons Coach Felix Brändli strich hierbei «die überzeugende Blockarbeit» seiner Spieler im Erstliga-Derby heraus. Seinem Gegenüber Martin Auricht fehlte derweil «die Ruhe in den entscheidenden Momenten».
In zwei von drei Sätzen hieelten die Ustermer aber zumindest langezeit mit. «Wir verpassten es den Sack zuzumachen», sagte Auricht, der aber zumindest eine Steigerung im Vergleich zur Vorwoche gegen Näfels 2 erkannte (0:3), die ihm auch Zuversicht für die kommenden Aufgaben gibt.
«Ungewohnt, aber grossartig»
Vielleicht war es auch ein wenig die für einmal laute Geräuschkulisse, die für Nervosität beim einen oder anderen Spieler sorgte. Immerhin säumten rund 120 Zuschauer, die im Rahmen der Uster-Games stattfindenden Partie in der Buchholz-Halle. «Es war ungewohnt, aber natürlich auch ein grossartiges Gefühl», fand Coach Auricht.
Die Nervosität zeigte sich zu Beginn vor allem bei Volley Uster. Wetzikon legte nämlich beachtlich los und lag schnell 5:0 in Front. Dann gelang Uster endlich das erste Sideout. Mit dem gemachten Punkt kehrte auch das Selbstvertrauen zurück ins Spiel der Gastgeber. Sie machten sich sogleich auf die Aufholjagd und es entstand ein interessantes, umkämpftes Spiel.
Wetzikon überzeugte aber am Netz, und wehrt so manchen Ustermer Angriff dank einem starken Block ab. Zahlreiche Angriffe prallten insbesondere vor den Armen des Wetziker Mittelangreiferhünen Hubert Ritzdorf zurück ins eigene Feld. Auf der Gegenseite stach Libero Gennaro Megliola heraus, der Mal für Mal die satten Angriffe des Wetziker Diagonalspielers Nikolai Gautschi abwehrte. Uster kämpfte sich bei Satzball Wetzikon bis auf einen Punkt heran, unterlag aber aufgrund eines unglücklichen Servicefehlers trotzdem 23:25.
Zu zögerlich zum Satzende
Nicht minder umstritten verlief der zweite Durchgang. Die Ustermer fand nun häufiger ein Mittel gegen den starken Block der Wetziker. Sie konnten viele Punkte erzielen, in dem sie die Wetziker Blockout schlugen. Es war aber auch Usters Captain Dominik Kaufmann, der mehrfach seine Durchschlagskraft demonstrierte. Das Spiel wogte nun hin und her, doch gerade in der entscheidenden Phase des Spiels agierten die Ustermer zu zögerlich und mussten so letztlich auch den zweiten Satz abgeben (25:27).
Damit war der Widerstand gebrochen. Wetzikon ging im dritten Durchgang schnell 5:0 in Führung. Uster war nun deutlich anzumerken, dass die Schlussphase des zweiten Satzes sowohl physisch wie auch mental Spuren hinterliess. Und dass die Routiniers Kaj Maring und Felix Tschuck nach einer Verteidigung ineinander prallten und Tschuck in der Folge sogar ausgewechselt werden musste, passte ins Gesamtbild. So entschieden die Wetziker den dritten Satz – und damit den Match – klar 25:16 für sich. (stm)
