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Rüti und Dübendorf im Formhoch

Der FC Dübendorf und FC Rüti sind vor dem letzten Vorrunden-Spieltag auf Kurs. Mit je einem Sieg überwintern beide Interregio-Teams in der vorderen Tabellenhälfte der Gruppe 6.

Im Kopfballduell: Dübendorfs Marko Marjanovic (links) gegen den Rütner Lars Grimm. (Archivbild: David Kündig)

Rüti und Dübendorf im Formhoch

Rütis Trainer Shaip Krasniqi ist nach dem 4:3-Erfolg in Uzwil noch immer im Rauschzustand. «In Unterzahl das Spiel gedreht – besser geht es eigentlich nicht», sagt er. Ins gesamte Bild passte da, dass mit Adilj Sejdiji einer seiner Joker in der Nachspielzeit mit einem Schuss aus grosser Distanz traf und dadurch zum Matchwinner wurde. «Da konnte man seine ganze Klasse sehen», freut sich Krasniqi.

Neue Spieler wie Sejdiji oder auch Resul Islami sind für den Coach ein Grund zu betonen, dass seine Rütner sogar noch mehr Potenzial als den derzeitigen Platz 5 in der Interregio-Gruppe 6 haben. Beide hatten im Verlaufe der Vorrunde mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und kamen deshalb nur sehr unregelmässig zum Einsatz.

Neue Unberechenbarkeit

Der FC Rüti ist unter Krasniqi unberechenbarer geworden. Zwar ist Torjäger Taulant Syla mit neun Treffern erneut der beste Skorer der Gruppe 6, doch ist die offensive Verantwortung im Team mittlerweile auf verschiedene Schultern verteilt. «Syla wird vom Gegner immer gedoppelt. Doch dies gibt auch immer wieder Räume für seine Mitspieler», sagt Krasniqi.

Einer der davon profitiert ist Benjamin Karalic, der ebenfalls schon fünfmal erfolgreich war. Für den 26-Jährigen ist es so quasi der zweite Anlauf in der Region – und auf dieser Leistungsstufe – Fuss zu fassen. Beim ersten Versuch in Uster war er im Sommer 2014 nach nur wenigen Wochen wieder nach Stäfa zurückgekehrt.

«Ich bin stolz auf das Team», sagt Trainer Krasniqi vor dem letzten Meisterschaftsspiel des Jahres vom Sonntag gegen die Reserven des FC Schaffhausen. Er bezieht sich damit insbesondere auf die zuletzt konstanten Leistungen nach einem schwachen Saisonstart.

Erst Mitte September gelang den Oberländern im sechsten Anlauf nämlich der erste Sieg. Fortan ging es aber steil aufwärts. Einzig beim 3:4 gegen Leader Linth 04 setzte es noch eine – allerdings wegen eines späten Gegentreffers ärgerliche – Niederlage ab. Rüti gewann fünf der letzten sieben Partien und wurde seinem Ruf einer Spektakelmannschaft wiederholt gerecht.

Schnelle Fortschritte

Mit dem Tor-Output von Rüti kann der FC Dübendorf nicht mithalten. Dennoch fanden sich die Glattaler nach dem Aufstieg schnell in der neuen Umgebung zurecht. «Wir haben sogleich Fortschritte gemacht», sagt Präsident Markus Herzog.

Der jüngste Beleg ist das 2:2 gegen Linth 04. Es war der erste Punktgewinn überhaupt des FCD gegen einen Klub aus dem Spitzenquartett. Herzog mag dabei auch nicht über den späten (und umstrittenen) Penalty, der den Glarnern überhaupt ein Remis bescherte, klagen. «Wir müssen den Match vorher entscheiden», sagt er.

Unabhängig davon gibt Herzog Spielern und Staff vor dem letzten Auftritt vom Sonntag gegen Bazenheid ein gutes Zwischenzeugnis. «Wir sind als Achter genau dort klassiert, wo wir auch hingehören», ist für ihn auch mit dem Blick auf die finanzstarke Konkurrenz in der Gruppe klar. «Und wenn wir nicht aufgrund eines Spielerexodus noch alle folgenden Partien verlieren, werden wir uns auch in dieser Tabellenregion langfristig etablieren», ist er überzeugt.

Eine Achse als Basis

Es ist ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Dübendorf kann sich auch in der 2. Liga interregional auf die starke Abwehrachse um Thierry Ursprung, Kelly Jäggli, Roman Lienhard sowie die offensiven Freigeister Daniel Angliker und Ali Hoti verlassen.

Und mit Topskorer Marko Marjanovic  (7 Treffer) hat auch einer der Zuzüge des Neulings voll eingeschlagen. «Er ist sehr wichtig», unterstreicht Herzog. Nie eine Rolle spielte mit Denis Dzepo hingegen eine andere hoffnungsvolle Sommer-Verpflichtung. Der Stürmer ist längst wieder in Uster und hat sich dort der zweiten Mannschaft angeschlossen.

Klubchef Herzog richtet derweil den Blick bereits wieder nach vorne. Er will insbesondere für die Verteidigung und das Mittelfeld nochmals punktuell im personellen Bereich nachlegen. Vielleicht liegt dann sogar etwas mehr als Platz 8 drin.

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