Rütis Trainer Shaip Krasniqi ist nach dem 4:3-Erfolg in Uzwil noch immer im Rauschzustand. «In Unterzahl das Spiel gedreht – besser geht es eigentlich nicht», sagt er. Ins gesamte Bild passte da, dass mit Adilj Sejdiji einer seiner Joker in der Nachspielzeit mit einem Schuss aus grosser Distanz traf und dadurch zum Matchwinner wurde. «Da konnte man seine ganze Klasse sehen», freut sich Krasniqi.
Neue Spieler wie Sejdiji oder auch Resul Islami sind für den Coach ein Grund zu betonen, dass seine Rütner sogar noch mehr Potenzial als den derzeitigen Platz 5 in der Interregio-Gruppe 6 haben. Beide hatten im Verlaufe der Vorrunde mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und kamen deshalb nur sehr unregelmässig zum Einsatz.
Neue Unberechenbarkeit
Der FC Rüti ist unter Krasniqi unberechenbarer geworden. Zwar ist Torjäger Taulant Syla mit neun Treffern erneut der beste Skorer der Gruppe 6, doch ist die offensive Verantwortung im Team mittlerweile auf verschiedene Schultern verteilt. «Syla wird vom Gegner immer gedoppelt. Doch dies gibt auch immer wieder Räume für seine Mitspieler», sagt Krasniqi.
Einer der davon profitiert ist Benjamin Karalic, der ebenfalls schon fünfmal erfolgreich war. Für den 26-Jährigen ist es so quasi der zweite Anlauf in der Region – und auf dieser Leistungsstufe – Fuss zu fassen. Beim ersten Versuch in Uster war er im Sommer 2014 nach nur wenigen Wochen wieder nach Stäfa zurückgekehrt.

