Nachdem Alina Ring in luftiger Höhe ins Seil gefallen war und wieder sicheren Boden unter den Füssen hatte, erkundigte sie sich als Erstes nicht etwa nach dem Abschneiden ihrer Konkurrentinnen. Ihre Sorge galt ihrer Hündin Ginny, die sie liebevoll umarmte.
«Sie ist krank, deshalb musste ich mich zuerst um sie kümmern», sagte die nun in Schwamendingen wohnende Lindauerin. Dass ihr das Gezeigte an den Schweizermeisterschaften in Uster nichts weniger als die Goldmedaille bescherte, erfuhr sie erst später.
Als Ausdruck mangelnden Ehrgeizes ist die rührende Szene laut der WM-Neunten und ehemaligen Junioren-Europameisterin keinesfalls zu deuten.

