«Es gibt nur ein richtiges Radquer-Wetter – nass und dreckig»
Thomas Frei, was wünschen sie sich als OK-Präsident für Wetter?
Thomas Frei: Eigentlich gibt es nur ein richtiges Radquer-Wetter – nass und dreckig. Für unsere Zuschauer wünsche ich mir aber, dass sie nicht zu nass werden.
Nach ersten Prognosen könnte es aber wie im Vorjahr garstig werden.
Das stimmt. Ich hoffe trotzdem, dass die Zuschauer auch bei nassen Bedingungen kommen. Einfach dann mit einer guter Regenjacke. Die Strecke ist attraktiv und vom Schlosshügel aus sieht man drei Viertel der gesamten Strecke.
Wurde an dieser etwas verändert?
Die Runde ist in etwa gleich. Wir blicken aber auch immer weiter voraus, prüfen mögliche neue Standorte und wie man die Strecke noch schneller machen könnte. In einigen Jahren würden wir auch gerne einmal die Schweizer Meisterschaften organisieren.
Gut sieht es bei den Teilnehmerzahlen aus. Letztes Jahr waren rund 400 Fahrer am Start.
Der Trend ist tatsächlich positiv. Auch jetzt haben sich bereits wieder über 350 Fahrer angemeldet. Die Erfahrung zeigt zudem, dass sich in der Kategorie «Cross für alle» und bei den Kids noch viele am Renntag spontan eintragen.
Apropos «Cross für all». Diese Kategorie hiess bisher «Jedermann-Cross». Was ist der Hintergrund?
Wir möchten moderner sein und eben alle ansprechen. Gerade die Frauen – für die es ausser im professionellen Bereich kaum Rennen gibt – können so Rennluft schnuppern.
Zu diesem Trend passt, dass die Elite-Frauen nun eigenständig direkt vor den Männern starten.
Das Rennen wurde durch eine Preisgelderhöhung aufgewertet. Das ist für die Elite-Frauen lukrativ. Die Erfahrungen aus den bisherigen Rennen von der EKZ Cross Tour sind positiv.
«Das Rennen wurde durch eine Preisgelderhöhung aufgewertet. Das ist für die Elite-Frauen lukrativ.»
Gibt es wieder ein prominentes Zugpferd – so wie zuletzt Jolanda Neff?
Sie ist leider nicht gemeldet. Aber die tschechische Gesamtleaderin Pavla Havlikova sowie die Schweizer Meisterin Jasmin Egger-Achermann sind am Start.
Attraktiv ist auch das Elitefeld bei den Männern.
Ja. Bis zu sieben Fahrer können das Rennen wohl gewinnen. Der Favorit ist aber sicher Gesamtleader Marcel Wildhaber, der bereits die zwei letzten Rennen für sich entschied.
Was ist mit dem Dürntner Simon Zahner?
Er ist ebenso gut in Form und fuhr zuletzt aufs Podest. Und Hittnau ist eines der wenigen Rennen, welches er noch nicht gewonnen hat.
«Simon Zahner ist gut in Form und fuhr zuletzt aufs Podest.»
Die Rennen in Hittnau finden zum vierten Mal im Rahmen der EKZ Cross Tour statt. Hat sich das bewährt?
Die Serie ist einfach genial. Sie bietet unseren Nachwuchsathleten eine Super-Plattform. Und in der Elite haben wir dadurch ein konstantes Teilnehmerfeld. Mit den ausländischen Fahrern musste man früher Verträge aushandeln. Das hat sich dadurch alles erledigt und läuft gänzlich über die Verantwortlichen der EKZ Cross Tour. Für die Spitzenfahrer ist die gesamte Rennserie durch das Preisgeld interessant.
Das Rennen in Hittnau wird als besonders attraktiv bezeichnet. Weshalb?
Durch den harten Aufstieg zum Schlosshügel ist es sehr anspruchsvoll. Und wenn das Wetter wieder ähnlich schlecht wie im Vorjahr ist, wird es auch eine schwierige Abfahrt. Überhaupt ist die ganze Runde ein steter Kampf. So wird es den Fahrern ganz bestimmt nie langweilig.
