EIE entscheidet Spektakel für sich
Was für ein verrückter Spitzenkampf: Zweitligist EHC Illnau-Effretikon (EIE) geriet in Luzern nach nur fünf Sekunden in Rückstand, kämpfte sich aber zurück und fügte den Innerschweizern mit einer überzeugenden Kollektivleistung die erste Niederlage zu.
Überragend beim 7:6-Sieg des EIE, der nach fünf Runden das Punktemaximum aufweist, war der vierfache Torschütze Michael Sommer. Den Siegtreffer erzielte allerdings Team-Benjamin Lionel Kuhn (17) drei Minuten vor Schluss.
«Es war eine gute, ja starke Teamleistung», lobte Urs Wegmann. Der EIE-Assistenztrainer freute sich: «Unsere Spieler haben gekämpft. Vom Anfang bis zum Schluss und haben nie aufgegeben». Wegmann bilanzierte aber auch, die Mannschaft habe in Luzern Hochs und Tiefs gehabt und bemängelte: «Einen solchen Start darf man sich nicht leisten. Das darf nicht passieren.»
Acht Treffer im Mittelabschnitt
Kaum war die Scheibe ein erstes Mal eingeworfen, lag der EIE schon in Rückstand. Und für die Gäste kam es gegen den Leader noch schlimmer. Nach acht Minuten stand es 0:2.
Doch weil die Luzerner einerseits zu sorglos mit ihren guten Möglichkeiten umgingen, andererseits der EIE sich nach zehn Minuten fing und seinen Rhythmus fand, glich sich das Geschehen aus. Lorenz Kuhn (10.) versenkte einen Abpraller zum wichtigen Anschlusstreffer.
Im zweiten Drittel folgte ein richtiges Spektakel. Gleich acht Treffer fielen – den Luzernern wurde zudem ein klares Tor verwehrt. Den 6:5-Vorsprung gab der EIE in der 46. Minute wieder her, als er in Unterzahl agierend den 6:6-Ausgleich kassierte.
In der Folge war das Spiel ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften ihr Glück weiter in der Offensive suchten. Die späte 7:6-Führung durch Lionel Kuhn (57.) brachten die Gäste dann über die Zeit. (hmi)
