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Respektlos zum Punktgewinn

Drittligist FC Effretikon zeigte gegen Leader Wallisellen keinerlei Angst. Der FCE setzte nicht ausschliesslich auf die Defensive, sondern spielte selbstbewusst mit. Dafür wurden die kecken Effretiker beim 1:1 mit einem Punkt belohnt.

Die in blau spielenden Effretiker zeigten beim 1:1 gegen Leader Wallisellen eine starke Leistung. (Bild: Fabio Meier), Die in blau spielenden Effretiker zeigten beim 1:1 gegen Leader Wallisellen eine starke Leistung. (Bild: Fabio Meier), Die in blau spielenden Effretiker zeigten beim 1:1 gegen Leader Wallisellen eine starke Leistung. (Bild: Fabio Meier), Die in blau spielenden Effretiker zeigten beim 1:1 gegen Leader Wallisellen eine starke Leistung. (Bild: Fabio Meier), Die in blau spielenden Effretiker zeigten beim 1:1 gegen Leader Wallisellen eine starke Leistung. (Bild: Fabio Meier), Die in blau spielenden Effretiker zeigten beim 1:1 gegen Leader Wallisellen eine starke Leistung. (Bild: Fabio Meier)

Respektlos zum Punktgewinn

Der FC Effretikon ist nach Kloten erst das zweite Team, das in der Gruppe vier dem bislang souveränen Tabellenführer FC Wallisellen einen Punkt abtrotzen konnte. Im zweitletzten Heimspiel der Vorrunde kam der FCE zu einem 1:1. In der Tabelle belegen die Effretiker nach neun Runden weiterhin den vierten Platz.

«Obwohl das Spiel mit einem Remis endete, gehen wir als moralischer Sieger vom Feld», sagte Urs Rhyner. Sie hätten mehr von der Partie gehabt und seien zeitweise besser als Wallisellen gewesen, begründete der FCE-Assistenztrainer seine Einschätzung. «Einziger Negativpunkt war unsere mangelnde Chancenauswertung».

Die Effretiker kamen gegen den Tabellenführer zu einigen guten Möglichkeiten. So tauchten beispielsweise Adrian Fahrni und Romario Giger mehrmals gefährlich vor dem Gäste-Keeper auf. Allerdings hatte Wallisellen mit Suad Mehmedi einen überragenden Torhüter, der einige starke Paraden zeigte.

«Wir wären untergegangen»

Effretikon zeigte vor dem Leader absolut keinen Respekt und verfiel nicht dem Fehler, sich nur destruktiv zu zeigen. Im Gegenteil: Der FCE trat mit einem gegenüber der letzten Partie veränderten System an und zeigte so, dass er die drei Punkte keinesfalls kampflos dem Gegner überlassen wollte.

Effretikon spielte keck mit und kam zu einigen guten Aktionen. «Mit dieser Taktik hatten wir am Ende Erfolg», sagte Rhyner und freute sich darüber. Und er war davon überzeugt: «Wir wären untergegangen, hätten wir die Initiative dem Gast überlassen.»

Das Heimteam vermochte im ersten Abschnitt das Spiel völlig offen zu halten – musste aber trotzdem mit einem Rückstand in die Pause. In der 38. Minute und im Anschluss an einen Rückpass von der Grundlinie aus gingen die Walliseller durch Memeti in Führung. «Schade», sagte Rhyner zum Gegentreffer.

Er und Trainer Flakon Halimi hätten in der Pause dennoch keinen Grund für Änderungen gesehen und kaum etwas zur Mannschaft gesagt, erzählte FCE-Assistent Rhyner. «Wir waren mit dem Gezeigten ja grundsätzlich mehr als zufrieden und davon überzeugt, dass wir für unsere aufsässige Spielweise am Ende doch noch belohnt würden».

Die Effretiker behielten ihre Aggressivität und wirkungsvolle Störarbeit auch nach dem Seitenwechsel bei. Und die von Rhyner angesprochene und erhoffte Belohnung erfolgte denn auch kurz nach Wiederbeginn. In der 48. Minute wurde Adrian Fahrni mit einem hohen Ball lanciert, drückte aus rund zwanzig Metern ab und erwischte den ansonsten fehlerfrei agierenden Mehmedi – 1:1.  

Rot als Wermutstropfen

Das Heimteam vermochte bis zum Schluss mit dem Tempo des Gegners mit zu halten, obwohl die Gäste gegen Ende der Begegnung ihren Druck erhöhten. So positiv der Auftritt der Effretiker auch war – einen Wermuttropfen hatte der FCE dennoch zu schlucken.

Der wohl stärkste und beste Effretiker Avni Shahinaj, der viele Angriffe des Heimteams lancierte und der aus der Abwehr heraus das Spiel des Gastgebers lenkte, kassierte in der Schlussphase seine zweite Verwarnung und wurde vom Platz gestellt. Shahinaj hatte ausserhalb des eigenen Strafraumes zu einem Foulspiel greifen müssen.

Wallisellen agierte mit einem Mann mehr nochmals sehr aufsässig, doch die personell dezimierten Effretiker hielten stand  und verteidigten das 1:1 erfolgreich. (Heinz Minder)

 

3. Liga kompakt

 

Höngg 2 – Brüttisellen-D. 1:3
Der FC Brüttisellen-Dietlikon hat seine weisse Weste bewahrt – ohne zu überzeugen. Der Leader der Gruppe 3 lag zur Pause nach Toren von Merlo und Ahmeti 2:0 vorne. Zu Beginn der zweiten Hälfte bauten die Brüttiseller ab. Nach dem Anschlusstreffer besann sich der Tabellenführer auf seine Stärke und dem erstmals eingesetzten Junior Pila di Caprio gelang das 3:1.

Herrliberg 2 – Weisslingen 0:0
Weisslingen hatte die Partie im Griff und erarbeitete sich mehrere Torchancen – allerdings ohne eine davon auszunützen. Kurz vor der Pause hatten die Gäste aber auch Glück, als Herrliberg 2 nur den Aussenpfosten traf. Weisslingen-Trainer Christian Nüssli sagte hinterher: «Wir haben uns gegenüber den letzten Spielen enorm gesteigert. Diesen Schwung müssen wir bis zur Winterpause mitnehmen.»

Industrie Turicum – Pfäffikon 2 4:1
Nach vier Siegen in Folgen ist die Serie der Pfäffiker Reserven gerissen. Die unerklärlich passiven Pfäffiker gerieten in der 18. Minute in Rückstand. Erst nach der Pause begannen sie druckvoller zu agieren. Die grösste Chance zum Ausgleich vergab Kevin Sandtner. Die Pfäffiker trafen durch Simon Steiner erst in der 88. Minute – es war das 1:4.

Glattbrugg – Dübendorf 2 1:2
Die Dübendorfer Reserven hatten zu Beginn Mühe und gerieten nach einer Unsicherheit der Abwehr in Rücklage. Von diesem Zeitpunkt an nahmen die Glattaler das Zepter in die Hand. Sie erspielten sich diverse gute Chancen. Kurz vor der Pause glich Abgottspon vom Penaltypunkt aus. In der 55. Minute setzte sich Prébandier sehenswert durch und bediente Lüthi, der freistehend zum 2:1-Siegtor traf.

Oerlikon/Polizei 2 – Glattal 1:1
Glattal Dübendorf hat seine Serie der Ungeschlagenheit auf drei Partien ausgebaut. Die unter dem Strich klassierten Glattaler knüpften Oerlikon/Polizei 2 einen Punkt ab. Cyrill Schneuwly traf für die Glattaler nach der Pause.

Fällanden – Pfäffikon 2:2
In der Gruppe 6 musste Aufstiegsanwärter Pfäffikon trotz Chancenplus in Fällanden zweimal einen Rückstand wettmachen. Rund 20 Minuten vor Schluss traf Husejni aus der Distanz immerhin noch zum 2:2. «Das Remis geht in Ordnung», sagte Thomas Grolp, der Pfäffiker Trainer.

Küsnacht 2 – Wetzikon 2 2:2
Die Wetziker Reserven warten weiter auf ihren ersten Saisonsieg. In Küsnacht schienen sie nach dem 2:1-Führungstor von Amanuel Deres (22.) lange Zeit auf gutem Weg. Rund 20 Minuten vor Schluss aber kassierten die Wetziker durch einen Foulelfmeter noch das 2:2.

Meilen – Wald 3:1
Innert fünf Minuten kassierten die Walder beim FC Meilen in der Schlussphase zwei Gegentore, so dass sie beim Stand von 0:3 alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn begraben konnten. Schon vor der Pause waren die Gäste in Rückstand geraten. Den Walder Ehrentreffer steuerte Alexander Jetzer in der Nachspielzeit bei.

Witikon – Fehraltorf 2:2
Die Fehraltorfer führten in Witikon zweimal, gewannen aber nur einen Punkt. Damit dürften sie nicht zufrieden sein, denn fünfmal konnte ein Fehraltorfer alleine auf den Witiker-Goalie ziehen – kein einziges Tor resultierte aber daraus.

Winikon – Zollikon 2:3
Der in Nöten steckende FC Rot Weiss Winikon hat eine weitere Niederlage kassiert – es ist die  siebte der Saison. Die Winiker unterlagen dem Spitzenteam Zollikon trotz einem Doppelpack von Sefkan Tosun knapp 2:3 und bleiben weiter unter dem Strich. (zo)

 

 

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