Es ist eine beachtliche Aussage. «Auf dem Platz sehe ich mich als Aggressivleader», antwortet Kevin Rüegg auf die Frage nach seinen Stärken. Erst vor vier Monaten hat er seinen ersten Profivertrag beim FC Zürich unterschrieben. Rüegg ist 19. Und trotzdem wirken die Worte des Nänikers keineswegs überheblich oder arrogant.
Schneller Aufstieg
Nur 1,73 Meter ist er gross, und 77 Kilogramm schwer. Doch wer vor Rüegg steht, kann sich seine Wucht auf dem Rasen gut vorstellen. «Hart im Zweikampf, gutes Anzipationsvermögen, grosser Einsatz», beschrieb ihn jüngst der «Tages-Anzeiger». Rüeggs schneller Aufstieg beim FCZ ist bemerkenswert. Am Samstag will er mit seinem Team im Zürcher Derby gegen das erstarkte GC das nächste Erfolgskapitel schreiben.
In neun von elf Partien lief Rüegg in seiner ersten Super-League-Saison von Beginn weg auf. Einstweilen beliess ihn Trainer Uli Forte auf der Bank. Aussenstehende fanden den Entscheid des Brüttisellers aufgrund Rüeggs guten Leistungen eher unnötig. «Normale Rotation», sagt Forte. «Kevin ist ein hervorragender, technisch versierter zentraler Mittelfeldspieler. Er ist sehr robust und zweikampfstark», lobt ihn der Coach. «Seine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.»
Premiere gegen Galatasaray

