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Der FC Fällanden auf der Überholspur

Fällanden zählt in der Drittliga-Gruppe 6 zu den positiven Überraschungen. Die Glattaler sind nach dem 4:0 über Wetzikon 2 seit bereits fünf Spielen ungeschlagen. Gross ist dafür die Not beim Verlierer.

Er hat wieder getroffen: Fällandens Torjäger Lubomir Baran lässt sich von seinen Teamkollegen beglückwünschen. (Bild: David Kündig)

Der FC Fällanden auf der Überholspur

Gerade mal eine knappe halbe Stunde konnten die Wetziker Reserven beim 0:4 gegen Fällanden die Partie offen gestalten. Dann eröffnten die Glattaler den Torreigen und erhöhten im Verlaufe der zweiten Hälfte das Resultat.

Baran trifft und trifft

«Nach dem zweiten Gegentor gab sich Wetzikon auf», sagte FCF-Spielertrainer Nelson Vaz hernach. Er konnten sich wieder einmal auf seinen Topskorer Lubomir Baran verlassen, der seine Meisterschaftstreffer acht und neun zum Sieg beisteuerte und damit die Hälfte aller Fällander Tore beisteuerte.

Überhaupt zählt der FCF bisher zu den positiven Überraschungen der Drittliga-Gruppe 6. Der Vorsaison-Neunte tritt mittlerweile wesentlich stabiler auf und scheint damit ein echter Kandidat auf einen Spitzenrang. So fügten die Fällander Leader Witikon die bisher einzige Niederlage bei, liessen dem Tabellenzweiten Herrliberg vor Wochenfrist keine Chance und sind seit mittlerweile fünf Partien ungeschlagen.

Der neue Abwehrchef

Doch was sind eigentlich die Erfolgsfaktoren? «Ich konnte die Mannschaft auf diese Saison hin gezielt verstärken. In der Abwehr und auf den Flügelpositionen», sagt Spielertrainer Vaz. Augenfällig ist vor allem die neue Fällander Stabilität. Erst neun Gegentore musste der FCF  einstecken.

Es ist nicht zuletzt ein Verdienst des neuen Abwehrchefs Mefail Emini, den Vaz im Sommer auf die Glattwies locken konnte. Der 32-Jährige spielte in seiner Karriere für zahlreiche Erstliga-Klubs.

Kann der FCF sogar ganz vorne in der Tabelle ein Wörtchen mitreden? Spielmacher Vaz wiegelt ab. «Es ist viel zu früh darüber zu sprechen», sagt der 34-Jährige. «Fällanden musste in der Vergangenheit immer gegen den Abstieg kämpfen. Die Spieler erleben also eine neue Situation, an die sie sich erst gewöhnen müssen», betont er.

Erneut in Not

Noch immer gegen den Abstieg kämpfen muss der FC Wetzikon 2. Noch im letzten Juni schafften die Oberländer aufgrund des Rückzugs der Seefelder Reserven trotz nur 12 Punkten (!) als Tabellenzweitletzer den Klassenerhalt. Ein ähnliches Szenario dürfte sich kaum mehr wiederholen.

Gegen den FCW spricht daher der Negativtrend, der sich auch in der laufenden Saison fortsetzte. Auch nach acht Runden wartet er nämlich noch auf das erste Erfolgserlebnis. Und während bei Fällanden die guten Defensivwerte herausstechen, steht es bei Wetzikon insbesondere in diesem Bereich zum Argen.

Vor wegweisenden Partien

Alleine in den letzten drei Partien musste der Tabellenletzte nämlich 14 Gegentore einstecken. «Die Abwehr war früher unsere Paradeabteilung», weiss FCW-Assistenztrainer Marko Filipovic. «Sie findet aber derzeit nicht die nötige Sicherheit.»

So oder so folgen auf die Wetziker  nun die Wochen der Wahrheit gegen die mitgefährdeten Küsnacht 2 und Oetwil am See. Gelingt in diesen Partien nicht der Befreiungsschlag sieht es ganz düster aus. Filipovic bleibt aber zuversichtlich: «Mit einem Sieg im nächsten Spiel könnte ein Ruck durch das Team kommen», glaubt er. (mfi/zo)

3. Liga kompakt

Dübendorf 2 – Oerlikon/Polizei 2 3:2
In der Gruppe 3 sind die Dübendorfer Reserven dank dem fünften Sieg auf Platz zwei vorgerückt. Doppeltorschütze Gasi und Krasniqi sorgten für einen Sieg, der etwas zu knapp ausfiel, weil der FCD etwas zu liederlich mit seinen Chancen umgingen.

Weisslingen – Zürich-Affoltern 0:4
Weisslingen kontrollierte die Partie zu Beginn, verlor aber den Faden, als Zürich-Affoltern nach knapp einer halben Stunde aus dem Nichts durch einen schönen Freistoss in Front ging. In der zweiten Hälfte suchte Weisslingen den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der gut organisierten Defensive der Gäste, die mit Kontertoren die Partie entschieden.

Pfäffikon 2 – Glattbrugg 1:0
Mit einer beherzten Mannschaftsleistung holten die Pfäffiker Reserven den dritten Sieg in Folge. Beim Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Glattbrugg erzielte Silvan Meier in der 19. Minute den einzigen Treffer. Dies obschon sich FCP-Keeper Gruber nach 68 Minuten wegen einer Hirnerschütterung auswechseln liess. Feldspieler Ferraro ersetzte ihn, musste aber keinen einzigen Ball halten, weil seine Vorderleute eine starke Abwehrleistung boten.

Brüttisellen-Dietlikon – Industrie Turicum 5:0
Dem Leader gelang mit drei Toren in den letzten 15 Minuten ein klarer und verdienter Heimsieg. Brüttisellen führte zur Pause nach Toren von Samir Ben Mahfoudh und Kuljici 2:0. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ihre beste Phase mit guten Chancen, doch dann drehte das Heimteam noch einmal auf. Lucca Krebs und Azevedo – letzterer als Doppeltorschütze – sorgten für die weiteren Treffer.

Glattal Dübendorf – Herrliberg 2 9:1
Cyrill Schneuwly war vierfacher Torschütze für den Tabellenletzten, der wegen des Abzugs von zehn Punkten allerdings noch immer unter dem Strich liegt und ein Minus von drei Zählern aufweist. Die Partie zeigte aber: Abschreiben darf man die Glattaler noch lange nicht.

Oberglatt – Effretikon 2:5
Beim Schlusslicht der Gruppe 4 führten bereits nach zwei Minuten dank Uchenna Anioke und siegte am Ende sicher, obwohl erneut die Überzeugungskraft fehlte. Mit einem Doppelschlag durch Fahrni und Danko (73./74.) zum 1:5 machten die Gäste alles klar.

Wald – Oetwil am See 3:0
Trotz Absenzen von neun Spielern gewann Wald in der Gruppe 6 sicher, ohne restlos zu überzeugen. Boris Juric und zweimal Resul Osmani erzielten die Tore gegen einen Gegner, von dem überhaupt nichts kam.

Fehraltorf – Meilen 7:0
Fehraltorf lag nach einem Blitzstart nach 15 Minuten schon 4:0 in Führung. Der FCF zeigte seltene Effizienz und erhöhte auch nach dem Einsatz von sechs Auswechselspielern auf 7:0, was die Kräfteverhältnisse etwas einseitig wiedergibt.

Pfäffikon – RW Winikon 2:1
Aufstiegskandidat Pfäffikon bekundete gegen Abstiegskandidat Winikon mehr Mühe als erwartet. Die Pfäffiker rannten lange dem 0:1-Rückstand (Izmirlioglu/40.) nach. Topskorer Gashi glich in der 65. Minute aus, der eingewechselte Calzada war in der 87. Minute für den Siegtreffer besorgt, als beide Teams nach Platzverweisen nur noch mit zehn Spielern agierten. (zo)

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