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Laupen ist die Nummer 1

Der UHC Laupen setzte sich im hart umkämpften Oberländer NLB-Derby gegen die Floorball Riders in der Verlängerung durch. Vor dem Siegtor zum 5:4 hatten die Laupner Frauen viel Risiko auf sich genommen und ihren Goalie durch eine zusätzliche Feldspielerin ersetzt.

Riders-Spielerin Jablonowska (links) im Duell gegen die Laupnerin Sabrina Aerne. (Bild: David Kündig), Einhändiger Störenfried: Iris Brünn (links) von den Riders versucht mit ihrer Stockarbeit, die Laupnerin Corina Keller aus dem Takt zu bringen. (Bild: David Kündig), Riders-Spielerin Nadine Roten (links) bedrängt Alena Holst. (Bild: David Kündig), Laupner Jubel nach einem Tor. (Bild: David Kündig)

Laupen ist die Nummer 1

Die Ansage war klar. «Wir wollen die Nummer 1 im Oberland sein», hatte Yves Kempf vor der Saison gesagt. Und der Trainer der Laupner Frauen fieberte zusammen mit seinem Team dem ersten Oberländer NLB-Derby gegen die Floorball Riders entgegen.

Hartes Duell

Die knapp 200 Zuschauer in Rüti erlebten denn auch ein packendes und hart umkämpftes Duell, in dem die Laupnerinnen in der Verlängerung mit 5:4 die Oberhand behielten. Auch, weil Trainer Kempf zuletzt alles auf eine Karte setzte und in der 69. Minute anstelle von Torhüterin Leana Schoch eine zusätzliche Feldspielerin aufs Feld beorderte.

Kempfs Mut wurde belohnt: Umbricht reagierte im Anschluss an einen Freistoss am schnellsten und versenkte den Abpraller zum umjubelten Siegtor.

Die Entscheidung zugunsten des NLB-Aufsteigers kam nicht überraschend. In der Verlängerung gelangte das Heimteam kaum mehr vors Laupner Tor und hatte nur noch einen einzigen Abschluss zu verzeichnen.

Achtung, fertig, 2:0

In der Startphase des Spiels hatte sich ein ganz anderes Bild geboten. Die Riders lancierten das Derby gleich mit einem Doppelschlag. Bereits nach 53 Sekunden brachte Scherrer das Heimteam in Führung, nur neun Sekunden später traf Roten zum 2:0.

Vorerst ging es Schlag auf Schlag weiter. Sturzenegger gelang für die Gäste in der Anfangsphase mit einem «Buebetrickli» der Anschlusstreffer. Kurze Zeit später stellte Jablonowska (6.) auf 3:1, doch Holst verkürzte in der 11. Minute erneut.

Den Laupnerinnen gelang dann im Mitteldrittel der Ausgleich, doch die Floorball Riders legten durch Brolund (34.) erneut vor. Zu Beginn des dritten Abschnitts bot sich dem Heimteam gar die Möglichkeit, die Führung auszubauen, konnte es doch fünf Minuten lang in Überzahl agieren.

Das Powerplay aber war zuwenig zwingend, zudem wehrte sich Laupen mit aller Kraft gegen einen weiteren Gegentreffer. Aus der überstandenen Strafe zogen die Gäste danach Energie, Trainer Kempf reduzierte zudem auf drei Linien.

Der Druck der Laupnerinnen stieg, sodass Wildermuths 4:4-Ausgleich in der 46. Minute verdient war. Den Riders unterliefen derweil immer wieder Ballverluste in gefährlichen Zonen, den entscheidenden Genickschlag erhielten sie gleichwohl erst in der Verlängerung.

Kempfs Wunsch geht in Erfüllung

Der knappen Derbyniederlage liessen die Riders tags darauf einen deutlichen Sieg folgen. Das Team von Trainer Ursin Spescha setzte sich bei Mendrisiotto Ligornetto 7:2 durch. Die Oberländerinnen gerieten schon früh in Rückstand, blieben aber geduldig und lenkten die Partie bis zur 36. Minute (4:1) in ihre Bahnen. Brolund zeichnete sich im Tessin als dreifache Torschützin aus.

Auch die Laupner Frauen gewannen ihr zweites Spiel des Wochenendes. Beim 9:2 gegen Trimbach führten sie nach 22 Minuten vorentscheidend 4:0, bis zur zweiten Drittelpause stand es 8:2.

Nach sechs Runden grüsst NLB-Aufsteiger Laupen von Rang zwei – unmittelbar vor den punktgleichen Floorball Riders. Damit und vor allem auch dank dem Sieg im ersten Derby ist der Wunsch von Laupens Trainer Yves Kempf in Erfüllung gegangen – der UHC Laupen ist vorerst die Nummer 1 im Oberland. (zo/fbr)

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