Keine Punkte für den EHC Dübendorf
Bis drei Minuten vor dem Spielende schien es, dass Dübendorf dank eines Treffers von Steven Widmer trotz eines eher mageren Auftritts drei Punkte in Basel gewinnen würde. Doch dann kehrten die Basler innert 85 Sekunden die Partie der MSL und feierten ihrerseits vor fast 600 Zuschauern einen 2:1-Heimerfolg über den EHC Dübendorf.
«Gegen Ende wollten meine Spieler zu viel», erklärte EHCD-Coach Andrea Cahenzli die entscheidenden und fatalen zwei Minuten. «Sie blieben deshalb zu lange auf dem Eis und so gaben wir dem Gegner Raum und Luft. Das hat Basel brutal ausgenutzt. Wir haben den Sieg verschenkt.»
Viele Scheibenverluste
Nachdem die ersten fünf Minuten klar den Glattalern gehörten, fand auch der EHC Basel ins Spiel. Doch zu begeistern wusste das Geschehen indes nicht, zu pomadig verlief die Partie und beidseitig verzeichneten die Mannschaften viel zu viele Scheibenverluste. Der Pfostenschuss des EHCD-Verteidigers Silvan Hebeisen in doppelter Überzahl bildete den Höhepunkt des Startabschnitts.
Die Chancen von Falett
Die Glattaler kamen etwas verbessert aus der Kabine, doch Jann Falett vergab gleich zwei Chancen zum Führungstreffer aus dem Slot heraus. Die Basler waren mehrheitlich mit Defensivaufgaben beschäftigt, welche sie gut lösten. Wenn sie sich jedoch bis vor Remo Trübs Gehäuse vorarbeiteten, waren sie durchaus gefährlich.
Bei Dübendorf blieb das Metall ein treuer Begleiter. In der 30. Minute streifte im Powerplay ein Schuss Raoul Seilers den Pfosten. Dann sah sich Steven Widmer alleine in der offensiven Zone und zog einfach mal ab. Mit seinem Schuss traf er genau in den Winkel (34.). Der Treffer tat dem Spiel gut, Basel wurde etwas offensiver und Dübendorf kam mit seinem deutlichen Chancenplus dem zweiten Treffer immer näher.
Trüb ein guter Rückhalt
Dem gut disponierten Trüb im Glattaler Tor war es mitunter zu verdanken, dass die Basler auch nach 50 Spielminuten noch immer eine Null auf der Anzeigetafel aufwiesen. Seine Vorderleute hatten inzwischen ihre Ende Mitteldrittel gezeigte Überlegenheit nach dem zweiten Tee wieder eingebüsst. Zu vieles, auch das Powerplay, blieb Stückwerk.
Die späte Wende
Die beste Zutat der Partie blieb die Spannung. Als Röthlisberger in der 57. Minute auf die Strafbank musste, nutzte Flavio Cola für Basel die Chance und glich aus. Der EHC Dübendorf vergab im Gegenzug die neuerliche Führung, dafür schoss Leandro Gfeller für Basel gegen die zu weit vom Gegner entfernten Glattaler den zweiten Treffer (59.) und entschied die Partie im letzten Moment noch für die Gastgeber. (Beat Gmünder)
