Dem EIE reichten 57 Sekunden für die Entscheidung
In einem hart umkämpften Zweitliga-Spiel verdiente sich der EHC Illnau-Effretikon den 4:2-Auswärtssieg in Bellinzona mit viel Geduld.
Dies bekräftigte auch EIE-Coach Dieter Wieser. «Wir wussten, dass wir einstecken, aber nicht austeilen durften, mussten die Ruhe bewahren und auf unsere Chancen hoffen», sagte er mit Verweis auf die rustikale Spielweise der gastgebenden Tessiner.
Volkarts gute Paraden
Der EIE ging in der 8. Minute durch Carlo Fäh in Führung – befreiend wirkte der Treffer allerdings nicht. Die Gäste überstanden zwar beispielsweise dank starken Interventionen von Torhüter Dennis Volkart eine heikle Doppelausschluss-Situation, sie mussten später dennoch unmittelbar nach Ablauf einer weiteren Strafe den Ausgleich hinnehmen. Bellinzonas NLA-erprobter Captain Massimo Jamusci war 36 Sekunden vor Ablauf des Startdrittels erfolgreich.
Auch im zweiten Abschnitt blieb trotz der erneuten Führung durch Lars Burkard (22.) vieles Stückwerk im Spiel des EHC Illnau-Effretikon. Er konnte selbst eine doppelte Überzahl während 41 Sekunden nicht zum womöglich wegweisenden dritten Treffer ausnutzen. Stattdessen gelang Egon Albisetti per Shorthander sogar der neuerliche Ausgleich (34.).
«Immer einen guten Fluss»
Doch Bellinzona bracht sich im Schlussdrittel mit seinem Temperament und der eigenen Disziplinlosigkeit letztlich auch um den Erfolg. In der 55. Minute handelten sich die Tessiner einen weiteren Doppelausschluss ein, der Illnau-Effretikon schliesslich innert 57 Sekunden eiskalt ausnutzte.
Erst vollstreckte Fäh im Powerplay mit seinem zweiten Treffer, dann legte Captain Thomas Korsch zum 4:2 entscheidend nach. Und so konnte am Ende EIE-Trainer Wieser nach dem zweiten Saisonsieg zufrieden bilanzieren: «Wir hatten eigentlich immer einen guten Fluss im Spiel.» (hmi)
