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Der EIE kopiert sein Ziel

Der Zweitligist EHC Illnau-Effretikon will an die erfolgreiche letzte Saison anknüpfen. Die Spielfreude soll mithelfen, wieder zumindest in die Viertelfinals der Playoffs zu kommen.

Trainer Dieter Wieser will mit dem EHC Illnau-Effretikon an die erfolgreiche letzte Saison anknüpfen. (Archivbild: Christian Merz)

Der EIE kopiert sein Ziel

Mit dem Heimspiel gegen die Reserven des EHC Seewen beginnt für Zweitligist EHC Illnau-Effretikon (EIE) am Samstag die Saison. Der EIE betritt damit Neuland. Im heimischen Eselriet gibt es früher wie bis anhin Eis, sodass das Team von Dieter Wieser davon verschont wird, wie in der Vergangenheit üblich mit einem Auswärtsspiel-Marathon in die Meisterschaft starten zu müssen.

Die Qualifikation schloss der EIE zuletzt zum dritten Mal hintereinander auf dem zweiten Platz ab – jeweils hinter Lokalrivale Dürnten Vikings. Das ist eine beeindruckende Konstanz. Nur: Erst in der vergangenen Saison gelang es dem EHC Illnau-Effretikon erstmals überhaupt, aus seiner guten Ausgangslage auch Profit zu schlagen und in der K.o.-Phase eine Runde zu überstehen. Im Achtelfinal schaltete der EIE den EHC Wallisellen aus. Danach aber blieb er gegen den SC Rheintal auf der Strecke.

«Freude am Spiel haben»

Am erstmaligen Überstehen einer Playoff-Runde orientiert man sich auch in der kommenden Saison. Trainer Wieser hat sich mehrere Ziele für diese gesetzt. Er möchte, dass seine Mannschaft «Freude am Spiel hat» und in der aus zehn Teams bestehenden Gruppe 1 eine möglichst gute Ausgangslage für die Playoffs sichert. «Dort wollen wir natürlich die erste Runde überstehen.»

Daneben will der Trainer, der im EIE seit 2013 wieder an der Bande steht, «die jungen Spieler möglichst schnell an das Niveau der 2. Liga heranbringen.» Ein Anspruch, der mit einem Blick auf die Kaderliste verständlich ist. Mehr als eine Handvoll Spieler ist 21 Jahre alt oder jünger.

Die Mannschaft hat einige Wechsel erfahren und ist leicht verjüngt worden. Der Altersdurchschnitt beträgt neu rund 24,5 Jahre. Verzichten muss Wieser zukünftig auf die routinierten Stürmer Michael Bolli, Michael Grösser – beide spielten sieben Jahre im EIE und traten jetzt zurück – sowie Diego Muspach (zu Uzwil). Daneben verliessen auch Yannick Schlatter, Michael Heid, Gabriel Schneider und Dario Högger das Team.

Wieser nimmt die Abgänge gelassen hin. «Es ist natürlich schade, wenn man gute Spieler mit Erfahrung verliert», sagt er. Der Trainer findet jedoch, es sei unter diesen Umständen nun für andere an der Zeit, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Die Substanz gewahrt

Mit Tizian Müller (aus Finnland zurück), dem Winterthurer Elite-B-Trio Claudio Beltrane, Luca Frei und Lukas Wimber sowie Oliver Frei (von Wallisellen) hat der EIE einige Spieler integriert. Kommt hinzu: Die Langzeitverletzten Justin Wieser und Lorenz Kuhn sind ebenfalls wieder mit dabei. Er könne sich nicht beklagen über die Zuzüge, sagt Wieser und ist überzeugt: «Wir werden an ihnen viel Freude haben.»

Der langjährige EIE-Trainer hat drei ausgeglichene Blöcke zur Verfügung. «Mit Lüthi und Müller sind zwei Spieler zum Kader gestossen, die uns verstärken. In der Verteidigung sind wir jung, aber sehr lernfähig». Zusammengefasst heisst das für Wieser: «Ich denke, wir sind gleich stark geblieben.»

Sechs Testspiele bestritt der Zweitligist. Und er tankte dabei Moral, verlor er doch nur gegen Erstliga-Aufsteiger Prättigau (2:5), feierte daneben aber fünf Siege. «Wenn man die Testspiele gewinnt, ist das immer gut. So bekommt man Vertrauen», sagt Wieser. Er habe in diesen Begegnungen einiges ausprobiert. «Nun denke ich, dass wir das Gerüst haben und die Vorstellung, wie wir die Blöcke zusammenstellen.» (Heinz Minder)

 

 

 

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