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EHC Dübendorf wird nach 2:10-Niederlage gefeiert

Vor zwei Jahren eliminierte Dübendorf im Cup den NLA-Klub Davos. In der Reprise des Duells ist das Glattaler Amateurteam chancenlos. Es unterliegt den zielstrebigen Bündnern hoch 2:10 – und wird dafür vom Publikum gefeiert. Was HCD-Trainer Arno Del Curto zum Pflichtsieg sagt, erfahren Sie im Video.

Für die letzten Sekunden des Spiels stehen die Zuschauer auf den Sitzplätzen auf. Das rhythmische Klatschen hört auch dann nicht auf, als die Schlusssirene der Partie ein Ende setzt. Kurze Zeit später werden die Spieler des EHC Dübendorf bei ihrem Abgang von den rund 1800 Zuschauern im Chreis lautstark gefeiert – als ob sie soeben gewonnen h ätten. Der Cup scheint aber auch in dieser Hinsicht eigene Gesetze zu kennen. Denn: Die Glattaler Amateure werden mit viel Applaus verabschiedet, obwohl sie gegen den NLA-Klub HC Davos im Sechzehntelfinal hoch 2:10 verloren haben.

Die Stimmen zum Spiel im Video:

Enttäuschte Gesichteraber sucht man danach im Chreis vergebens. «Freude hat es trotzdem gemacht», sagt EHCD-Stürmer Fabian Schumann. Derweil findet sein Trainer Andrea Cahenzli, nachdem er in den Katakomben grinsend einige ehemalige Dübendorfer Spieler begrüsst hat: «Das Ergebnis widerspiegelt die Realität. Wir haben vielleicht einen Tick zu stark versucht, mitzuspielen. Das gab ihnen die nötigen Räume. Und sie waren brutal effizient.»

Beängstigend schnell stellt sich denn auch die Frage, ob der EHC Dübendorf das Stängeli verhindern kann oder nicht. Der 18-jährige Ramon Tanner – er spielt normalerweise bei den Elite-Junioren des HC Davos – gibt in der 49. Minute die Antwort. Der junge Stürmer setzt nach einem Abpraller entschlossen nach und trifft zum 2:10.

Urs Wüst erkennt danach die Überlegenheit der Profis an. «Davos war omnipräsent», sagt er. Der EHCD-Sportchef sieht dennoch einige Gründe, um zufrieden zu sein. «Schön, haben wir zwei Tore geschossen», freut er sich. «Die Stimmung war ebenfalls toll. Es war ein cooler Abend.» Aber es ist eben auch ein Abend gewesen, in dem die Dübendorfer mit Verzögerung angekommen sind. Erst ab dem Mitteldrittel gelingt es ihnen besser, sich der Umklammerung der Davoser zu entziehen. «Von da an haben wir zugelegt und zeigten einige gelungene Aktionen», sagt Wüst.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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