So richtig Stimmung wollte im Ustermer Buchholz nie aufkommen. Dabei wäre alles angerichtet gewesen: Da das Schweizer Fernsehen im nächsten Frühjahr zehn Partien der Playoffs live übertragen wird, entschied sich der nationale Verband anlässlich des «Season Opener» zu einer ersten Probe der neu angeschafften Systeme.
Entsprechend herausgeputzt präsentierte sich die Halle. Vor allem der eigens verlegte Boden mit ungewohnt wenigen Linien war eine Augenweide. Auf diesem brillierte allerdings spätestens ab Spielhälfte der brutal effiziente Grasshopper Club, der sich im letzten Drittel gar in einen Rausch spielte. Bitter für den UHC Uster, der schliesslich 2:12 verlor.
Überragender Pascal Meier
Zwar war beiden Teams die frühe Phase der Saison deutlich anzumerken. Auffällig viele Stockfehler sowie leichtfertige Ballverluste in der Auslösung führten zu zahlreichen Überzahlsituationen. Doch die Gäste konnten sich auf Nati-Hüter Pascal Meier verlassen, der seine Vorderleute mit einigen Grosstaten im Spiel hielt. Für GC-Trainer Luan Misini sorgte Meier für den Unterschied: «Was er heute alles hielt, war einfach überragend. Ohne ihn wäre es extrem eng geworden.»
Nebst Meier waren die Stadtzürcher aber auch in Sachen Effizienz dem Heimteam einige Längen voraus. Dies zeigte sich vorab in den Spezialsituation, wo Uster trotz sechs Überzahlmöglichkeiten nur ein Tor gelang.

