Ein spezieller Unihockey-Boden, LED-Banden und eine stärkere Beleuchtung: Der UHC Uster eröffnet am Freitag die Saison zwar in seiner Heimhalle Buchholz, die Rahmenbedingungen im Derby gegen GC sind trotzdem aussergewöhnlich.
Das offizielle Saisoneröffnungsspiel in der höchsten Schweizer Liga ist nicht nur ein Event, der dank hübscher Verpackung mehr Publikum als üblich anlocken soll, sondern es ist zugleich ein Testlauf für nächsten Frühling. Dann werden auf SRF zwei erstmals überhaupt Playoff-Partien live übertragen – es ist ein Meilenstein für das Schweizer Unihockey.
Klar ist: Die Ustermer würden dann ebenfalls gerne im Rampenlicht stehen. Dafür müssten allerdings auch sie einen Meilenstein schaffen – die erstmalige Qualifikation für die NLA-Playoffs. Der Klub spielt mit Ausnahme von einem einjährigen NLB-Taucher immerhin seit der Saison 2004/05 in der höchsten Liga. Es ist deshalb eine lange Durststrecke, die er aufweist.
Zwölf vergebliche Anläufe, in der entscheidenden Meisterschaftsphase dabei zu sein, haben sich angesammelt. Der letzte im Frühling. Obwohl die Vorzeichen so gut wie noch nie waren.
Der UHC Uster verzeichnete auf die letzte Saison hin nicht nur namhafte Verstärkungen. Er setzte in der Person von Simon Meier auch erstmals auf einen Profitrainer. Das trieb die Erwartungen hoch. Und Meier musste bald erkennen: «Wir tun uns schwerer als gedacht mit dieser Anspruchshaltung.» Schliesslich resultierte Platz 10 – mit fünf Punkten Rückstand auf den letzten Playoff-Teilnehmer, die Kloten-Bülach Jets.

