Wenn der Torgarant zum «Chancentod» wird
18 Tore erzielte Lubomir Baran in der letzten Saison. Kein anderer Spieler aus der Region traf in der 3. Liga häufiger. Und der 30-jährige slowakische Stürmer des FC Fällanden kam auch in der Partie gegen Winikon zu einer Handvoll hochkarätiger Chancen.
Mindestens. Es dürften – je nach Sichtweise – eher noch mehr gute Möglichkeiten gewesen sein. Alle endeten allerdings mit demselben Resultat: Baran vergab sie und musste sich nach der 0:1-Niederlage für einmal mit der Rolle als sogenannter «Chancentod» anfreunden.
Ein kurioses Tor
Das einzige Tor der Begegnung fiel nach gut 30 Minuten. Und es war ein kurioser Treffer. Der Ball landete nach einem direkt verwandelten Corner der Winiker hinter der Linie – wohl unter Mithilfe von Fällanden-Goalie Sauber, der den Ball unterlaufen hatte und einem Fällander Verteidiger, dessen Rettungstat misslungen war.
Die Winiker nahmen deshalb am Schluss drei Punkte aus einem Spiel mit, das gerechterweise unentschieden hätte enden müssen.
«Der Ball wollte nicht rein»
«So zu verlieren ist natürlich hart», lautete das Fazit von Andreas Akermann. Der Fällander Assistenztrainer sagte mit einem Anflug von Galgenhumor gar, seine Mannschaft hätte wohl noch ewig weiterspielen können, ohne zu treffen.
«Der Ball wollte schlicht nicht rein.» Vorwürfe mochte Akermann dem Team keine machen. Er hat viele positive Dinge gesehen. «Wir haben ruhig nach vorne gespielt, gut kombiniert und kamen zu vielen Chancen.» Allein die nötige Kaltblütigkeit fehlte.
Am Ende nur noch zu acht
Die auf diese Saison hin komplett neu zusammengestellte Winiker Mannschaft stand in Fällanden sehr tief und konzentrierte sich darauf, in der Defensive kompakt zu stehen. Die Gäste agierten oft mit langen Bällen und kamen ebenfalls zu einigen hochkarätigen Möglichkeiten.
Die bisweilen überhart einsteigenden Winiker brachten sich in der Schlussphase gleich selber in Bedrängnis. Nach 80. Minuten kassierte Aslan rot, in der Nachspielzeit musste auch Shabani vom Platz, so dass die Gäste die Partie mit nur acht Feldspielern beenden mussten.
3. Liga kompakt
Dübendorf 2 – Brüttisellen 2:3
Der FC Brüttisellen-Dietlikon bleibt nach dem Sieg gegen die Dübendorfer Reserven verlustpunktlos an der Spitze der Gruppe 3. Die Dübendorfer gingen in der 16. Minute durch ein herrliches Tor in Führung. In der Folge kamen die Gäste besser auf und durch Barigliano zum 1:1. Nach der Pause waren die Brüttiseller spielbestimmend. Merlo (76.) und Samir Ben Mahfoudh (80.) trafen für die Gäste. In der Nachspielzeit gelang Krasniqi noch das zweite Dübendorfer Tor.
Pfäffikon 2 – Weisslingen 1:1
In einer ausgeglichenen Partie kamen beide Teams zu ihren Chancen. Nach einer halben Stunde wurde Maddaloni im Weisslinger Strafraum gefällt. Ramon Schmid versenkte den Strafstoss. Die Gäste aus Weisslingen erarbeiteten sich mehrere gute Torchancen, fanden jedoch ihren Meister jeweils im erst 17-Jährigen Pfäffiker Torhüter Gruber. Kurz vor Schluss gelang Irminger nach einem Freistoss mit einem Kopfball via Innenpfosten doch noch das 1:1.
Effretikon – Bülach 2:4
Trotz einer klaren Reaktion gegenüber der letzten Partie reichte es Effretikon in der Gruppe 4 gegen Bülach nicht zu einem Punktgewinn. Das 0:1 offerierte die FCE-Defensive dem Gast auf dem Silbertablett, so dass Jäggli nur einschieben musste. Der FCE zeigte sich kämpferisch, suchte den Weg zum Tor aber vielfach durch die massierte Mitte des Gegners. Zweimal traf er dennoch. Romario Giger besorgte kurz vor der Pause das zwischenzeitliche 1:2. Uchenna Anioke traf zum 2:4 und betrieb damit etwas Resultatkosmetik.
Pfäffikon – Wald 3:2
Dank einer starken zweiten Hälfte feierte der FC Pfäffikon einen knappen 3:2-Sieg gegen Wald und führt die Tabelle der Gruppe 6 an. Die Gäste diktierten vorerst das Tempo und gingen verdient in Führung. Nach der Pause war hingegen der FC Pfäffikon spielbestimmend. Er kam zu guten Chancen. Durowicz gelang schliesslich der Ausgleich. Mit einem Doppelschlag (75./79.) stellte Gashi dann die Weichen auf Sieg.
Wetzikon 2 – Zollikon 0:2
Gegen einen starken Gegner agierten die Wetziker Reserven zu ideenlos. Zwar kamen auch die Zolliker nicht oft vors Tor, nutzten ihre wenigen Chancen aber kaltblütig aus. Spalinger brachte die Gäste nach einem Steilpass in Führung. Andrin Hold liess die beste Wetziker Chance aus, als er das Ziel nach einem Stellungsfehler in der Gästeabwehr per Dropkick deutlich verpasste. In der 52. Minute avancierte Matteo Felder zum Matchwinner, als er mit einem schönen Schlenzer von ausserhalb des Strafraums zum Schlussresultat traf. (zo)
