Wenk stürmt zum Sieg
Die Pause am Mittwoch hat Stephan Wenk sichtlich gut getan. Der 35-jährige Greifenseer, der am 5-Tage-Berglauf-Cup das dritte Teilstück aufs Hörnli ausgelassen hatte, liess in der vierten Etappe am Donnerstag von Wernetshausen auf den Bachtel seinen Gegnern keine Chance.
Wenk feierte einen klaren Start-Ziel-Sieg und kommentierte hernach trocken: «Ich habe von Anfang Vollgas gegeben.» Auf den zweitklassierten Sebastian Stalder aus Wald lief Wenk einen Vorsprung von 47 Sekunden heraus. Der drittklassierte Hinwiler Leon Carl, der diese Woche zum zweiten Mal einen Podestplatzerreichte, verlor bereits über eine Minute auf den Sieger.
Nahe am eigenen Rekord
Wie schnell Wenk, der starke Bergläufer und Duathlet, unterwegs gewesen ist, lässt sich auch an seiner Zeit ablesen. Er brauchte für die 3,6 Kilometer lange Strecke mit der Höhendifferenz von 375 Metern nur 16:54 Minuten.
Seinem eigenen, aus dem Jahr 2008 stammenden Streckenrekord (16:04) kam er damit ziemlich nahe. Neben der Freude über die gute Zeit gab es für ihn weitere gute Nachrichten. Mit seinem Etappensieg übernahm Wenk die Führung in der Gesamtwertung von Sebastian Stalder (hier die Resultate).
Und Wenks Appetit scheint geweckt. Ursprünglich hatte er angekündigt, am Freitag nicht mehr zu laufen. So wäre der Greifenseer nicht auf die für die Cupwertung nötigen vier Rennen gekommen. Nun aber scheint ein Start von ihm im fünften Teilstück durchaus realistisch zu sein. Wenk erkundigte sich beim Organisationskomitee jedenfalls danach, welchen Preis der Gesamtsieger erhält.
Der harte Weg nach oben
Vor dem letzten Rennen präsentiert sich die Situation in der Gesamtwertung der Männer spannend – mit dem führenden Wenk, den nur 25 Punkte von seinem ersten Verfolger Stalder trennen.
Bei den Frauen hingegen scheint die Entscheidung im Gesamtklassement gefallen zu sein. Die Britin Elizabeth Apsley führt vor der Schlussetappe mit 115 Punkten Vorsprung auf Lilly Gross. Letztere schloss das vierte Teilstück auf dem zweiten Platz ab. Sie verlor rund eine halbe Minute auf Apsley.
Die Gewinnerin war im Ziel über ihren Erfolg selbstredend sehr glücklich. Die 20-Jährige bekannte aber auch: «Es war eine sehr harte Etappe. Ich bin froh, oben angekommen zu sein.»
