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Stalders erfolgreiche Attacke

Sebastian Stalder hat am 5-Tage-Berglauf-Cup die Etappe aufs Hörnli für sich entschieden. Dem Angriff des 19-jährigen Walders rund einen Kilometer vor dem Ziel war keiner aus der kleinen Spitzengruppe gewachsen.

Sebastian Stalder (Mitte) sprengte mit seinem Antritt das Führungstrio und gewann die Etappe aufs Hörnli. (Bild: Robert Pfiffner)

Stalders erfolgreiche Attacke

Im 5-Tage-Berglauf-Cup hat die Gesamtwertung bei den Männern deutlich an Konturen gewonnen. Sebastian Stalder entschied am Mittwoch die dritte Etappe für sich. Der Walder hat damit im Kampf um den Gesamtsieg die Favoritenrolle an sich genommen. In der Gesamtwertung liegt Stalder mit 3906 Punkten 52 Zähler vor dem Hinwiler Leon Carl sowie deren 55 vor Titelverteidiger Martin Rosser aus Dürnten.

Dieses Trio bestimmte bei idealen Laufbedingungen auch das Geschehen im 5,1 Kilometer langen Teilstück mit 430 Höhenmetern aufs Hörnli, das gerne als Königsetappe der Rennserie bezeichnet wird. Die entscheidende Differenz schuf Stalder nach rund vier Kilometern. Der 19-jährige Biathlet – er belegte heuer an der Jugend – und Junioren-WM im Einzelwettkampf den starken 10. Platz – beschleunigte unmittelbar nach einem Flachstück in der darauf folgenden Steigung und setzte sich aus der dreiköpfigen Spitzengruppe ab.

Bis ins Ziel schuf er sich eine Reserve von zwölf Sekunden auf Carl, der sich souverän den zweiten Rang sicherte. 14 Sekunden hinter dem Hinwiler beendete Rosser das Rennen auf Platz drei.

Um rund eine Minute besser

Für Stalder war es der insgesamt dritte Etappenerfolg am 5-Tage-Berglauf-Cup (hier alle Resultate). «Ich hatte es schwieriger in Erinnerung», zog der Walder einen Vergleich zum Vorjahr, als er das dritte Teilstück aufs Hörnli auf Platz drei beendet hatte. «Es ist mir heute wirklich sehr gut gelaufen.» Stalders Gefühl lässt sich auch statistisch untermauern: Gegenüber 2016 war der 19-Jährige um beinahe eine Minute schneller.

Dass er gut in Form ist, hatte Stalder schon am Dienstag bewiesen, als er die Etappe direkt hinter Rekordsieger Stephan Wenk auf Platz drei beendet hatte. Wenk war beim Rennen aufs Hörnli abwesend. Der Greifenseer hat zwar angekündigt, die vierte Etappe wieder zu laufen. In den Kampf um den Gesamtsieg  dürfte der 35-jährige Bergläufer und Duathlet aber trotzdem nicht eingreifen können. Er wird wohl am Freitag erneut fehlen und damit nicht auf die für die Gesamtwertung nötigen vier Resultate kommen.

Lilly Gross «fast zu schnell»

Während bei den Männern lange Zeit Ungewissheit über den Ausgang des Rennens herrschte, kristallisierte sich bei den Frauen die Siegerin früh heraus. Die in der Gesamtwertung auf Platz zwei liegende Lilly Gross nutzte die Abwesenheit von Gesamtleaderin Elizabeth Apsley aus. Die Britin legte wie angekündigt einen Ruhetag ein.

So war der Weg für Lilly Gross frei, nach ihrem zweiten Platz vom Montag und Rang drei tags darauf nun ganz zuoberst auf dem Podest zu stehen. Die OL-Läuferin aus Richterswil zog ihrer Konkurrenz gleich am Anfang davon. Und obwohl sie hinterher befand, «fast zu schnell» losgelaufen zu sein, konnte sie ihr hohes Tempo durchziehen und blieb ungefährdet.

Die zweitklassierte Andrea Widler aus Zürich verlor schon 48 Sekunden auf Gross. Widler ihrerseits war nur eine Sekunde schneller als die Eggerin Anita Wiesli, die sich den dritten Platz sicherte.

Acht zufriedene Gäste

Nicht ganz vorne in der Rangliste tauchen derweil jene acht Flüchtlinge aus Eritrea auf, die  die Etappe aufs Hörnli ebenfalls bestritten. Der Beste von ihnen, Mahder Hidlinkael, belegte immerhin Rang 19.

Die Zeit aber war für die vom Verein solidarus.ch betreuten Läufer sowieso nebensächlich, wie sie versicherten. OK-Chef Michael Kaufmann jedenfalls berichtete hinterher: «Sie hatten Spass.» 

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