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FC Pfäffikon: Eine Frage der Quote

Die Pfäffiker wollen Spass – und dieser soll den Erfolg bringen. Der Aufstieg ist das Ziel.

Der FC Pfäffikon, Ausgabe 2017/2018. (Bild: David Kündig)

FC Pfäffikon: Eine Frage der Quote

Neun deutliche Siege. Am meisten Tore geschossen. Gegen Aufsteiger Wetzikon vier der sechs Punkte geholt. Die Eckwerte der letzten Pfäffiker Saison lesen sich gut. Und doch klassierte sich das Team von Trainer Thomas Grolp am Schluss nur auf dem dritten Platz und schaffte es damit erneut nicht, die anvisierte Rückkehr in die 2. Liga zu bewerkstelligen.

Grolps Fazit: Über weite Strecken der Saison sehr gut gespielt, aber schliesslich zu inkonstant gewesen und zu viele Punkte liegen gelassen. «Bringt man nur in 75 Prozent der Partien eine Topleistung, reicht es nicht für die Spitze. Es braucht dafür 90 Prozent.» Wie aber schraubt man die Quote erfolgreich nach oben? Eine gute Frage, findet Grolp. Er gibt zugleich ohne Umschweife zu, keine simplen Antworten darauf parat zu haben. «Es ist eine schwierige Aufgabe.»

Unbeschwert organisiert sein

Der erfahrene Trainer hat zumindest einige Erklärungsansätze, weshalb es seine spielerisch talentierte Mannschaft letzte Saison in der Tabelle nicht ganz nach oben schaffte. Ein Faktor sieht er beispielsweise im tiefen Durchschnittsalter des Teams. Konstanz sei schliesslich auch eine Frage des Reifegrads, findet Grolp, der vom Entwicklungsprozess spricht, in dem viele junge Akteure noch immer stecken würden. Um junge Spieler voranzubringen, bietet man in Pfäffikon einmal pro Woche ein Spezialtraining an. Und der Coach glaubt auch, dass dieses eine Jahr mehr Erfahrung nun hilft, mit den eigenen sportlichen Ansprüchen und der Erwartungshaltung im Umfeld besser umgehen zu können.

Kommt hinzu, dass er für die kommende Saison einen etwas anderen Ansatz wählt. Statt den Aufstieg als grosses Ziel auszurufen, spricht Grolp lieber davon, dass seine Mannschaft mit Freude spielen soll. «Wir wollen eine gewisse Fussballkultur pflegen, gut organisiert sein, vor allem aber auch unbeschwert auftreten. Der Erfolg ist dann das Resultat davon.»

Das neue Gesicht braucht Zeit

Die Idee hinter der Herangehensweise ist offensichtlich: Grolp möchte den Druck möglichst klein halten, der nach zwei vergeblichen Anläufen fraglos vorhanden ist. Dass die Ambitionen noch immer vorhanden sind, spricht er nicht ab. «Natürlich haben wir das Potenzial aufzusteigen», sagt er offen. «Und welcher Trainer in einer solchen Position würde das auch nicht wollen?»

Die Mannschaft wird derweil ein etwas anderes Gesicht haben als zuletzt. Ein halbes Dutzend Spieler sind ge­gangen, neue müssen integriert werden. Das wird seine Zeit in Anspruch nehmen. Vor allem auch, weil in der Sommerpause ein sauberer Aufbau aus seiner Sicht kaum möglich ist – wegen Abwesenheiten oder auch personellen Fragezeichen in der Mannschaft, die erst Mitte August geklärt sein dürften.

Neu spielen die Pfäffiker in der Gruppe 6. Der FCP kennt aus der letzten Saison mit Fehraltorf, Winikon und Witikon nur noch drei Gegner gut. «Es ist sicherlich eine spannende Gruppe», sagt Grolp. Was sie genau erwartet, kann er nicht einschätzen. Eines aber weiss er: «Wir müssen uns mit Sicherheit nicht verstecken.»

Tor: Yves Altermatt (26), Dennis Mächler (16).
Verteidigung: Mustapha Ceesay (20), Gramoz Lekaj (24), Ennio Ordonez-Kunz (23), Davide Schneider (26), Cyril Züst (24), Gino Mächler (25), Simon Funk (17), Nils Grolp (15), Tim Krieg (15).
Mittelfeld: Mischa Aeppli (25), Unai Calzada (28), Ismaila Ceesay (17), Adam Durowicz (24), Steven Fenner (25), Dario Freuler (27), Remzi Frangi (26), Atila Husejni (28), Silvan Meier (23), Dominik Buchs (19), Sascha Buchs (16), Matthias Leodolter (19).
Angriff: Flamur Gashi (28), Dennis Laezza (19).
 
Trainer: Thomas Grolp (48), seit September 2015

Wir sagen: Rang 1
Der FC Pfäffikon peilt die Rückkehr in die 2. Liga an. Letzte Saison wurde diese in einer starken Gruppe zwar verpasst. Die dort gesammelten Erfahrungen haben den FCP weitergebracht. Die Promotion erfolgt jetzt.

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