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FC Brüttisellen: Die richtige Mentalität finden

Der FC Brüttisellen-Dietlikon will nicht mehr gegen schwächere Teams Federn lassen und den verpassten Aufstieg nachholen.

Der FC Brüttisellen-Dietlikon, Ausgabe 2017/2018. (Bild: David Kündig)

FC Brüttisellen: Die richtige Mentalität finden

Vieles ist neu in der Gruppe 3. Nur drei Gegner aus der letzten Saison sind dem FC Brüttisellen-Dietlikon geblieben. Neben Zweitliga-Absteiger ­Zürich-Affoltern befinden sich beispielsweise gleich vier Aufsteiger aus der 4. Liga unter den zwölf Teams. «Die Gruppe dürfte nicht mehr ganz so stark sein wie letzte Saison», mutmasst Brüttisellens Trainer Robert Merlo deshalb. Er beeilt sich aber anzufügen: «Zumindest auf dem Papier.»

Während auf dieser Ebene in der Sommerpause also bunt durchgewechselt wurde, präsentieren sich die Brütti­seller in fast denselbem Kleid wieder. Keinen einzigen Eckpfeiler seiner Mannschaft musste Merlo ziehen lassen, nahezu das gesamte Team blieb intakt. Es ist denn auch eine der Stärken, dass die Mannschaft sehr eingespielt ist. «Das Team ist seit x Jahren zusammen. Jeder weiss, was er zu tun hat», sagt Merlo. Ein Testspielmarathon ist deswegen nicht vonnöten.  

Andere Qualitäten sind gefragt

Ein weiteres Plus: Der überwiegende Teil der Spieler stammt aus Brüttisellen, «aus dem Dorf selber», wie Merlo sagt. «Der Kitt ist unheimlich gut.» Nicht nur der Zusammenhalt ist gut, muss man sagen, auch die fussballerische Qualität der Mannschaft ist es. Das Team von Merlo schloss die letzte Saison auf dem zweiten Platz ab. Ein genauer Blick auf die Resultate zeigt dabei Überraschendes: Die Brüttiseller verspielten den Aufstieg gegen schwächere Teams. So unterlagen sie etwa beiden Absteigern. Gegen Aufsteiger Wetzikon und den drittklassierten FC Pfäffikon holten die Brüttiseller hingegen neun von möglichen zwölf Punkten. Merlo hat eine ­Erklärung dafür parat. Um gegen nominell schwächere Mannschaften gewinnen zu können seien andere Qualitäten nötig als gegen Teams auf Augenhöhe, sagt er. «Man muss beispielsweise auch mal ein Spiel durch einen Standard für sich entscheiden können.»

Folgerichtig hofft der erfahrene Trainer darauf, dass sein junges Team (im Schnitt 23 Jahre alt) in diesem Bereich seine Rückschlüsse gezogen hat und einen Schritt weiter ist als letzte Saison. Merlo fordert, seine Spieler müssten die richtige Mentalität finden, um gegen spielerisch schwächere Teams das Leistungspotenzial abrufen zu können. Denn eines ist klar: Die Brüttiseller bringen viele Voraussetzungen mit, um erneut in den Kampf um den Gruppensieg einzugreifen. Auch wenn Merlo das Wort «Aufstieg» in seinen Ausführungen umschifft wie ein Kapitän gefährliche Klippen und nur davon spricht, vorne mitspielen zu wollen.  

Die Suche nach dem Flow

Für seine verbale Zurückhaltung führt Merlo einige Gründe ins Feld. So sei ein Aufstieg generell nie einfach zu bewerkstelligen, argumentiert er und sieht ein paar starke Gegner wie etwa Zweitliga-Absteiger Zürich-Affoltern in der Gruppe. Zudem bezeichnet er die Personaldecke seines Teams als dünn, so dass er darauf hoffen muss, ohne Verletzungen von Stammspielern über die Bühne zu kommen. Ein guter Saisonstart sei wichtig, sagt Merlo. «Um in den berühmten Flow zu kommen.» Zentral aber ist für ihn, dass sein Team diese «Pace» dann auch über die ganze Saison hin aufrechterhalten kann.

Tor: Yanick Hirzel (23), Sandro Holder (21).
Verteidigung: Alex Ciampi (20), Manuel Lang (21), Arbin Adili (19), Thomas Lamprecht (26), Marvin Meckes (22), Orhan Teke (30), Valmir Ahmeti (21), Ahmed Ben Mahfoudh (30).
Mittelfeld: Alessandro Tacelli (18), Dario Krebs (28), Samir Ben Mahfoudh (26), Leutrim Rufati (20), Lucca Krebs (22), Mauro Gallani (20), Gianluca Merlo (26).
Angriff: Ricco Krebs (26), Enis Murati (26), Armin Kuljici (18), Bunjamir Saliu (20), Alessio Barigliano (25), Joel Azevedo-Coelho (23).
 
Trainer: Robert Merlo (56), seit 2016/2017

Wir sagen: Rang 1
In einer eher schwach besetzten Gruppe verfügt Robert Merlos Team über die grösste Qualität. Der Kitt und die Spielstärke sorgen dafür, dass Brüttisellen-Dietlikon nach zwei Jahren in die 2. Liga zurückkehrt.

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