An der Spitze der Gruppe 3 herrschte letzte Saison ein Dreikampf. Nur Wetzikon, Brüttisellen-Dietlikon oder Pfäffikon kamen für den Gruppensieg infrage. Nach dem Aufstieg der Wetziker bleiben Brüttisellen und der FCP in der 3. Liga zurück. Aus beiden Klubs sind keine lauten Töne zu hören, was allerdings nicht heisst, dass die sportlichen Ambitionen kleiner geworden sind. Doch die Voraussetzungen haben sich verändert.
So spielt nur noch Brüttisellen in der Gruppe 3. Die Mischung in dieser mutet ein wenig seltsam an. Gleich vier Aufsteiger – Glattal Dübendorf, der SC Barcelona, Herrliberg 2 und Glattbrugg – sind neu Gegner der Brüttiseller. Dazu gesellt sich auch Zweitliga-Absteiger Zürich-Affoltern, der zuletzt drei Saisons hintereinander im Abstiegskampf steckte und diesmal den Sturz in die 3. Liga nicht mehr verhindern konnte.
Eine nur scheinbar schwächere Gruppe
Obwohl die Gruppe 3 im Vergleich zur letzten Saison allgemein als schwächer eingestuft wird, will Brüttisellens Trainer Robert Merlo davon nichts wissen. «Es wird nicht einfach werden», sagt er und spricht damit die Ausgangslage im Kampf um die Tabellenspitze an. Neben den spielstarken, aber immer noch jungen Brüttisellern dürfte auch Zürich-Affoltern an der Spitze mitmischen. Der Zürcher Quartierklub musste nach der enttäuschenden letzten Saison (nur ein Sieg) personell keinen grossen Aderlass hinnehmen, startet aber mit einem neuen Trainer (Miroslav Djuric) in die Meisterschaft. «Affoltern wird eine anständige Truppe haben», ist Merlo überzeugt. Er traut zudem Höngg 2 einiges zu. Die Höngger Reserven dürften ambitioniert sein. Und was wichtig ist: auch über die Voraussetzungen verfügen, um mehr als nur im Mittelfeld herumzudümpeln.
Hinter dem Trio gibt es reichlich Raum für Entfaltung und einige interessante Fragen. Zum Beispiel, wie weit es die Dübendorfer Reserven unter ihrem neuen Trainer Michele Calleri bringen, der viel Wert auf Disziplin legt. Oder wie gut sich die vier Aufsteiger zurechtfinden. Besonders im Fokus steht der FC Glattbrugg, der mit dem Zuzug von Stürmer David Blumer aufhorchen liess. Der einstige U21-Nationalspieler weist einige
Erfahrung in den drei höchsten Schweizer Ligen (Super League, Challenge League und Promotion League) auf.

