FC Pfäffikon 2: Zuversicht beim Zulieferer
In Abstiegssorgen gerieten die Pfäffiker Reserven letzte Saison zwar nie. Die Meisterschaft verlief aber auch nicht ganz so, wie man sich erhofft hatte. Den vierten Platz hatte Spielertrainer Igor Drmic forsch anvisiert. Davon waren die Pfäffiker mit dem 8. Platz nicht nur deutlich entfernt. Drmic selber verabschiedete sich vor Beginn der Rückrunde auch vom Barzloo, weshalb Assistenztrainer Beat Aebi übernahm.
Nun hat der langjährige Assistent Aebi, der Umfeld und Spieler sehr gut kennt, wieder einen Schritt ins zweite Glied zurückgemacht. Der neue Trainer heisst Paolo Fatati. Und dieser schwärmt von der Zusammenarbeit mit Aebi. «Sensationell» ist sie aus seiner Sicht, wobei Fatati auch erwähnt, er schätze ganz generell, wie gut der Austausch unter den Trainern sei. Zum Beispiel mit Thomas Grolp vom Fanionteam, das an denselben Tagen trainiert wie die Pfäffiker Reserven – logischerweise erleichtert dies die Kommunikation.
Ein dankbarer Trainerjob
Der Kontakt zwischen den Teamverantwortlichen ist wichtig. Denn junge Spieler auszubilden und ans Fanionteam heranzuführen, zählt zu Fatatis Hauptaufgaben. «Das ist cool», sagt er. Man könne die Jungen noch nach eigenem Gusto formen, lautet seine Begründung. Anders als bisweilen etablierte Spieler, seien junge Fussballer offen für Inputs und würden versuchen, diese auch umzusetzen. Was Fatati besonders schätzt: «Junge müssen sich erst beweisen. Sie sind zu jeder Zeit zu 100 Prozent dabei, geben immer Vollgas. Das ist für einen Trainer dankbar.»
Voller Einsatz dürfte jeweils auch vonnöten sein, um zu punkten, ist die Mannschaft doch jünger und unerfahrener geworden. Acht Junioren wurden integriert, gleich fünf davon stammen aus den B-Junioren.
Das technische Rüstzeug bringen die Spieler zwar mit, körperlich aber müssen sie sich erst anpassen, findet Fatati. «Man merkt zu Beginn beispielsweise eine gewisse Zurückhaltung in den Zweikämpfen.» Doch der Trainer ist überzeugt davon, dass die Spieler sich schnell an die neue Situation anpassen werden. «Nach der Vorrunde ist das sicher kein Thema mehr.»
Kein Druck, dafür genügend Zeit
Das primäre Saisonziel der Pfäffiker ist der Ligaerhalt. Fatati will sich damit allerdings nicht zufriedengeben. Er peilt mit der neu in der Gruppe 3 eingeteilten Mannschaft einen Platz im Mittelfeld an. «Wie realistisch das ist, werden wir schnell sehen», sagt er auf eine entsprechende Frage hin, gibt sich aber betont zuversichtlich.
Der Trainer will seinen Spielern jedenfalls genügend Zeit lassen, sich entsprechend zu entwickeln. «Man darf ihnen keinen Druck auferlegen. Sie müssen auch Fehler machen dürfen», sagt er und spricht vom Vertrauen, das aus seiner Sicht ein zentraler Faktor ist. Aus dieser Perspektive ist auch der Fakt zu sehen, dass die Pfäffiker Reserven mit nur einem – notabene sehr jungen Torhüter – in die Saison gehen. Yanick Gruber wird Ende August erst 17 Jahre alt. Fatati sagt, man hätte bewusst darauf verzichtet, Gruber einen älteren Goalie vor die Nase zu setzen. «Yanick ist sehr talentiert», lobt Fatati. «Er erhält unser vollstes Vertrauen.»
Tor: Yanick Gruber (16).
Verteidigung: Nico Bürge (18), Lukas Bürgi (16), Fabio Maddaloni (23), Jean-Luc Oberholzer (16), Ivan Ravlija (17), Rafael Rüfenacht (26), Pascal Steiner (21), Jonathan Ferraro (26).
Mittelfeld: Anil Akürek (20), Patrick Brügger (28), Davide Carlucci (17), Christian Cipolla (17), Andre Pinheiro (29), Ramon Schmid (25), Simon Steiner (24), Sandro Vita (23), Simon Züger (20).
Sturm: Jan Altermatt (24), Davide Fuso (17), Pascal Götz (17), Noel Huwyler (20), Kevin Sandtner (25), Noah Sinatra (17).
Trainer: Paolo Fatati (40), neu
Wir sagen: Rang 10
Die Pfäffiker sind solid aufgestellt. Von der Zusammenarbeit mit dem Fanionteam profitiert auch das Zwei. In der Vorrunde zahlt die junge Truppe zwar noch Lehrgeld, rehabilitiert sich aber teilweise in der zweiten Saisonhälfte.
