Lakers zurück im heimischen Stadion
Der Tag des ersten gemeinsamen Eistrainings ist immer ein freudiger für die Spieler der Rapperswil-Jona Lakers. So auch am Mittwoch. Wobei: Diesmal war es etwas anders. Denn in diesem Sommer standen regelmässig Eistrainings in Wetzikon an.
15 bis 20 Spieler nahmen jeweils teil. «Wir feilten an der Technik, den Skills, dem Timing», erklärt der kanadische Assistenztrainer Robin Farkas, der fast die ganze Zeit über in der Schweiz blieb.
Alle zwei bis drei Wochen für drei bis vier Tage am Obersee weilte zwischen Mai und August Jeff Tomlinson. Die restliche Zeit nutzte der Headcoach unter anderem dazu, seine langjährige Freundin zu heiraten.
«Müssen uns steigern»
«Man merkt, dass die Jungs regelmässig Schlittschuhe anhatten», befand der Deutschkanadier nach dem ersten Eistraining im Heimstadion. Und das sei auch gut so. «Wir haben ein klares Ziel. Um dies zu erreichen, müssen wir uns gegenüber den vergangenen beiden Saisons steigern», betont Tomlinson.
Die Basis des Spielsystems bleibe gleich, doch habe er vor, zusätzliche taktische Varianten einzuüben. Letzte Saison fehlte dazu die Zeit, nicht zuletzt dank der regelmässigen Einheiten in Wetzikon seien sie nun weiter – trotz der zehn Zuzüge und 13 Abgänge.
Büsser und Liechti verletzt
Als einziger noch nicht beim Team befindet sich aktuell Jared Aulin. Der Kanadier weilt bis kommende Woche in seiner Heimat, wo jeweils in der ersten Augustwoche seiner vor drei Jahren verstorbenen Mutter gedacht wird.
Nicht auf dem Eis standen am Mittwoch auch Verteidiger Thomas Büsser und Goalie Kevin Liechti. Ersterer hat sich vor einigen Wochen beim Unihockeyspielen die Bänder am linken Fuss gerissen.
«Ich hoffe, übernächste Woche wieder normal trainieren zu können, doch wir werden nichts erzwingen», sagt das 26-jährige Eigengewächs, das seit den vergangenen NLB-Playoffs wieder für die Lakers spielt.
Liechti, der von den SCL Tigers an den Obersee wechselte und sich dort die Rolle als Backup von Nummer-1-Keeper Melvin Nyffeler mit Beat Trudel teilen wird, muss sich noch länger gedulden. Die typischen Goaliebewegungen sind seinem operierten Knie (ein Teil des Meniskus wurde entfernt) noch nicht zumutbar. Mit ein Grund, weshalb der vereinslose ex-Thurgau-Keeper Sascha Rochow aktuell mit den Lakers trainieren darf.
Iglesias auf Probe dabei
Ein zweiter Try-out-Spieler ist Frédéric Iglesias (zuletzt bei Martigny unter Vertrag) – wobei der 28-Jährige gute Chancen auf ein fixes Engagement besitzt.
«Ein Verteidiger seines Kalibers dürfte zu einem späteren Zeitpunkt kaum mehr verfügbar sein», erklärt Sportkoordinator Roger Maier, der «sein» Kader insgesamt nicht nur als breiter und schneller, sondern auch grösser und schwerer bezeichnet – letzteres vor allem dank dem von Meister Langenthal verpflichteten Josh Primeau (194 cm, 95 kg). Noch muss sich Iglesias aber in den neun Testspielen beweisen. (Silvano Umberg)
Kleiner Gewinn für Lakers Sport AG
Die Lakers Sport AG kann ihren Aktionären an der Generalversammlung (22. August) positive Zahlen präsentieren. Das 17. Geschäftsjahr schloss mit einem Gewinn von rund 230’000 Franken (Vorjahr: 433’892 Franken Verlust).
Hauptverantwortlich für die Verbesserung ist die Auflösung von stillen Reserven auf dem Anlagevermögen. Mehrerträge gab es auch durch die Weiterverrechnung von Leistungen und Gemeinkosten an die neu gegründete Lakers Nachwuchs AG und die Lido Catering GmbH sowie durch den sportliche Erfolg – erreicht mit einer günstigeren Mannschaft notabene –, der sich positiv auf die Ticketeinnahmen auswirkte.
Die eingeleiteten Sanierungsmassnahmen hätten erfolgreich umgesetzt werden können, heisst es im Aktionärsbrief. Es bestehe keine Überschuldung mehr. (su)
