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Le Mont plant Neuanfang in der 2. Liga

Der FC Winterthur ist wohl definitiv aus dem Schneider, was einen möglichen Abstieg aus der Challenge League betrifft. Le Mont wurde die Lizenz von der Liga verweigert. Die Westschweizer werden dagegen nicht rekurrieren.

Die Winterthurer Bierkurve wird auch künftig Challenge-League-Fussball verfolgen. (Bild: Damian Keller)

Le Mont plant Neuanfang in der 2. Liga

Der FC Le Mont hat im Gegensatz zum FC Winterthur von der Swiss Football League (SFL) in erster Instanz keine Lizenz für die Challenge League erhalten. Die Westschweizer haben nun angekündigt, auf einen Rekurs zu verzichten.

Grosses Loch im Geldbeutel

Die Lizenzkommission der Swiss Football League machte bei der Lizenz-Verweigerung für Le Mont finanzielle Unsicherheiten beim Klub geltend. Bereits im Vorfeld des Entscheids hatte die Vereinsspitze von Le Mont mehrmals angekündigt, nicht gegen eine allfällige Lizenz-Verweigerung rekurrieren zu wollen. Nun scheint der Achte der Challenge League Ernst zu machen. Selbst für den Fall, dass Le Mont den Ligaerhalt sportlich schaffen würde, will man sich aus der Challenge League zurückziehen.

«Ich bin es leid zu kämpfen», sagte Präsident Serge Duperret gegenüber dem Online-Portal der Westschweizer Zeitung «Le Matin». Der Klub wolle einen Neuanfang in der 2. Liga interregional, so Duperret. «Wir bräuchten rund 2,5 Millionen Franken. Doch die Wahrheit ist, dass wir sie nicht haben. Und ich kann solche Summen nicht immer aus meiner eigenen Tasche bezahlen», beklagte sich Duperret über mangelnde finanzielle Unterstützung.

Wil bleibt wohl zweitklassig

Eher überraschend erhielt der FC Wil die Lizenz für die Challenge League. Den Ostschweizern waren erst vor vier Tagen drei Punkte wegen Unregelmässigkeiten bei der Auszahlung der Januar-Löhne abgezogen worden. Nun bewertete die SFL-Lizenzkommission um Präsident Bernhard Welten die aktuelle finanzielle Situation im FC Wil sowie die Finanzierung der kommenden Saison allerdings als solide und glaubwürdig.

Stadion-Situation belastet Wohlen

Nochmals über die Bücher gehen müssen dagegen Chiasso und Wohlen. Die Lizenzkommission legte bei ihren Bewertungen den Fokus nicht nur auf die finanzielle Situation der Klubs, sondern bei den Challenge-League-Klubs vermehrt auch auf die Stadion-Infrastruktur. Erstmals ist die Erfüllung der vor fünf Jahren aufgenommenen Anforderungen an die Beleuchtungsstärke in den Stadien für die Lizenzerteilung wirksam geworden.

Vor allem beim FC Wohlen ist die Verweigerung der Lizenz in erster Instanz auf die Infrastruktur im Stadion Niedermatten zurückzuführen. Bei Chiasso und dagegen gaben wie bei Le Mont finanzielle Unsicherheiten den Ausschlag.

Kriens oder Rapperswil-Jona?

Die Klubs können gegen den negativen Entscheid innerhalb von fünf Tagen Rekurs einlegen. Über eine allfällige Erteilung der Lizenz in zweiter Instanz informiert die SFL am 31. Mai.

Aus der Promotion League erhielten Kriens, Stade Nyonnais und Rapperswil-Jona die Lizenz für die Challenge League. Sportlich werden Kriens und Rapperswil-Jona den Aufstieg unter sich ausmachen. Stade Nyonnais hat nur noch theoretische Chancen. (sda/zür)

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