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Für FCW-Trainer Umberto Romano zählt nur die Liga

Erfolgreicher Start. Umberto Romano und Dario Zuffi gewannen im ersten Spiel ihrer zweiten Amtszeit als Trainer des FC Winterthur. Nun gilt es für ihr Team, beim Tabellenletzten Schaffhausen nachzudoppeln. Die Cup-Partie gegen YB ist noch kein Thema.

Umberto Romano (links) und Dario Zuffi predigen als Trainerduo des FC Winterthur einen gepflegten Spielaufbau. (Bild: Michael Hotz)

Für FCW-Trainer Umberto Romano zählt nur die Liga

Dario Zuffi und Umberto Romano hielten sich auch im dritten Spiel als Trainer des FC Winterthur schadlos. Im November 2015 leitete das Trainerduo nach der Entlassung von Jürgen Seeberger den FCW für zwei Partien und führte sie zu zwei Siegen, bevor der nun entlassene Sven Christ übernahm. Damals besiegten die Winterthurer Chiasso 3:1, anschliessend liessen sie einen 1:0-Heimsieg gegen Biel folgen.

Letzten Montagabend, 20. Februar, zwang der FCW bei der «zweiten Premiere» von Dario Zuffi und Umberto Romano den FC Wohlen in die Knie. Er gewann zu Hause auf der «Schützi» 2:1.

Aggressiv aus der Pause gekommen

Dass die Winterthurer ein 0:1 in der zweiten Halbzeit noch in einen Sieg umwandeln konnten, schreibt Umberto Romano dem entschlosseneren Auftritt seines Teams nach dem Pausentee zu: «Wir waren in den zweiten 45 Minuten noch aggressiver und brachten mehr Tiefe ins Spiel. Am Ende haben wir verdient gewonnen, denn Wohlen machte über die ganze Partie wenig fürs Spiel.»

Dazu hätten die Einwechselspieler neuen Schwung in die Mannschaft gebracht. Luca Sliskovic kam in der 64. Minute aufs Feld. Bloss zwei Minuten später erzielte der offensive Mittelfeldspieler das 1:1. Manuel Sutter, bereits nach der Halbzeit eingewechselt, holte den Elfmeter heraus, den Silvio zum Sieg verwertete.

Ausserordentliches Wechselkönnen

Generell bewies das FCW-Trainerduo in all ihren bisherigen Partien ein gutes Händchen bei Einwechslungen. In den zwei Spielen 2015 schickten sie Claudio Holenstein aufs Feld, dem in der nächsten Spielszene jeweils prompt ein Tor gelang. Bei Chiasso war es der Treffer zum 1:1-Ausgleich, gegen Biel das siegbringende Tor zum 1:0.

«Unter der Woche sammeln wir Eindrücke zur Verfassung einzelner Akteure. Aufgrund dieser Wahrnehmungen nehmen wir dann unsere Wechsel vor. Dass der Einwechselspieler dann trifft, ist auch Glück», sagt Umberto Romano zu seinem Wechselkönnen.

«Gute Stimmung im Team»

Der Sieg am Montag – der erste Vollerfolg nach einer Durststrecke von zehn sieglosen Spielen – ist wichtig für die Moral der Mannschaft. Doch bereits vor der Partie sei das Team gut beisammen gewesen. «Die Stimmung unter den Spielern ist und war gut. Vielleicht sogar zu gut, denn dann besteht die Gefahr, Probleme nicht ansprechen zu wollen», so Umberto Romano. Die Mannschaft habe gut trainiert. Auch vorher schon, unter Sven Christ, wie der FCW-Trainer anfügt.

Trotzdem brachte das Trainerduo neue Impulse ins Team. Sie stellten das System um und brachten so Spieler auf anderen Positionen. In der Defensive spielte der FCW gegen Wohlen mit einer Dreierkette. Umberto Romano erklärt: «Das ist meine Art, wie ich Fussball spielen will. Wir sind von diesem System überzeugt und konnten so auch gleich noch etwas Neues ins Team bringen.»

Er predige ein gepflegtes Spiel und wolle, dass seine Spieler dem Ball Sorge tragen. «Die Mannschaft hat die Qualität für diese Philosophie», ist der FCW-Coach überzeugt.

Die zwei nächsten Partien sind auf Kunstrasen

In den nächsten Trainingseinheiten will Umberto Romano an der Tiefe im Spiel seiner Mannschaft arbeiten. Da gebe es noch Raum nach oben. «Weil die nächsten zwei Partien auf Kunstrasen ausgetragen werden, legen wir ein besonderes Augenmerk auch auf den Ballbesitz», fügt er an.

So treffen die Winterthurer am Samstag, 25. Februar, im Kellerduell auf Schaffhausen. Beim Tabellenschlusslicht hat der FCW die Möglichkeit, zehn Punkte Differenz zwischen sich und den FCS zu legen. «In Schaffhausen müssen wir wieder solidarisch verteidigen, den Kampf annehmen und eine grosse Laufbereitschaft an den Tag legen», sagt Umberto Romano. Mit Leidenschaft und Intensität müsse der Gegner bearbeitet werden.

Noch nicht mit YB auseinandergesetzt

Zumindest für die Fans folgt dann am Mittwoch darauf mit dem Cup-Viertelfinal bei den Berner Young Boys einer der Saisonhöhepunkte – jedoch nicht unbedingt für Umberto Romano: «Ich habe mich noch in keiner Sekunde mit YB befasst. Momentan zählt nur die Meisterschaft.»

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