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Eine klare Angelegenheit für Greifensee

Der FC Greifensee gewinnt das Zweitliga-Derby der Gruppe 2 gegen Gossau 3:0. Simon Schaich, Patrick Schmid und Marc Stettler erzielten die Tore für die überlegenen Gastgeber.

Die Spieler des FC Greifensee freuen sich über den Torerfolg. (Bild: Christian Merz)

Eine klare Angelegenheit für Greifensee

Greifensees Trainer Felix Bollmann machte nach dem 3:0- Heimsieg über den FC Gossau einen sichtlich zufriedenen Eindruck. «Es war eine solidarische Leistung. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorher vorgenommen hatten, und damit eine super Reaktion auf die letzten Spiele gezeigt», sagte er.

Die jüngsten Auftritte der Greifenseer waren – nach einem perfekten Saisonstart mit zwei Siegen – eher durchzogen gewesen. Im Zweitliga-Nachtragsspiel der Gruppe 2 in Küsnacht setzte es eine klare 1:4-Schlappe ab, und am letzten Samstag musste sich das Team mit einem mageren 2:2 beim Aufsteiger SC Veltheim begnügen.

Die Chancen von Schmid
Ganz anders traten die Gast­geber gestern Donnerstag im Derby auf. Von Beginn weg prägten sie die Partie und hatten schon nach drei Minuten die ­erste Möglichkeit durch Patrick Schmid, die der Stürmer allerdings aus bester Position verstreichen liess. Auch der neue Gossau-Coach Sokol Maliqi sagte: «Greifensee machte uns mit seinem Pressing Probleme.

Dennoch brauchte es schliesslich einen stehenden Ball zur Führung. Simon Schaich war es, der dann mit einem sehenswerten Freistoss aus rund 20 Metern zum 1:0 traf (28.). Greifensee blieb auch in der Folge über weite Strecken bestimmend und hatte weitere Möglichkeiten durch Oliver Rinderknecht und Schmid.

Im zweiten Abschnitt beklagte Greifensee zuerst einen Offside-Treffer, ehe nach einer Stunde das 2:0 durch den zuvor so sündigenden Schmid fiel. Eigentlich hätte der 23-Jährige beim Torerfolg gar nicht mehr auf dem Feld stehen sollen. Obwohl er angeschlagen war, hatte ihn Coach Bollmann, auf dessen Intervention hin, noch etwas länger auf dem Rasen belassen. Es waren einige Minuten, die sich auszahlten.

Nur: Auch Schmids Ersatz Marc Stettler, der sogleich nach dem Treffer eingewechselt wurde, fügte sich blendend ein. Der Youngster bugsierte in der 82. Minute einen Freistossflankenball irgendwie mit Kopf, Rücken oder beidem ins Gehäuse der Gossauer und damit zum Endresultat von 3:0.

Gossau offensiv harmlos
Für den Interregio-Absteiger war es die zweite Niederlage in der laufenden Meisterschaft. Beim FC Dübendorf (0:3) war er zuvor ähnlich chancenlos wie in Greifensee gewesen. Gossau hatte aber auch zumindest Aufstiegskandidat Phönix Seen ein Remis abgetrotzt (2:2) und zuletzt Regensdorf dank einer kompakten Mannschaftsleistung 1:0 bezwungen. Das Team von Ma­liqi ist dadurch nach fünf Runden zumindest im hinteren Tabellenmittelfeld klassiert. «Ich habe schon im Vorfeld gesagt, dass die Hinrunde nicht einfach werden wird», sagte Maliqi.

Augenscheinlich sind vor allem die Schwächen in der Offensive. Drei Tore (zwei davon im Startspiel) gelangen Gossau erst. «Die Probleme im Angriff sind bekannt», betont Maliqi. dsc/cst

Greifensee – Gossau 3:0 (1:0). – Grossriet. – 120 Zuschauer. – SR: Biniok. – Tore: 28. Schaich 1:0. 60. Schmid 2:0. 82. Stettler 3:0. – Greifensee: T. Ley; Züst, P. Ley, Unholz, Stella; Jenni (83. Preghenella), Schaich (74. Stettler), Zuber, Risi; Schmid (61. Aabdouri), Rinderknecht. – Gossau: Ege; Kündig, Rutter, Casutt, Bibaj; Niffeler (70. Sousa), Meyer, L. Müller (46. Tiago Alves), Gachnang; Dörig; Perot (55. J. Müller). – Bemerkungen: Gelbe Karten: L. Müller, Perot, J. Müller, Schaich (alle Foul).

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