Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Sport

«Nur taktische Vorschläge macht sie noch nicht»

Am ersten «Lunchtalk» waren Heliane und Ancillo Canepa, der Präsident des FCZ, bei den Zürcher Oberland Medien zu Besuch. Die Attraktion war aber jemand, der gar nichts sagte – die Hündin Kookie.

Zeigten sich am Lunchtalk gut gelaunt: Heliane und Ancillo Canepa. (Video: Tele Top/Zürcher Oberländer)

«Nur taktische Vorschläge macht sie noch nicht»

«Sagt Ihnen der Name Taulant Syla etwas», wird Ancillo Canepa von Moderator Stefan Nägeli gefragt. Der FCZ-Präsident überlegt kurz, blickt zu seiner Frau Heliane, erhält aber nicht die ­erhoffte Antwort. «Das ist der Torjäger des FC Rüti – er hat ­gerade am Wochenende erneut zwei Treffer erzielt», klärt ihn der Gesprächsleiter auf. «Der FCR hat aber trotzdem ver­loren», kontert der 63-Jährige.

Teil 2 des Talks mit Heliane und Ancillo Canepa

Canepa ist in Rüti aufgewachsen und machte am Montag wieder einmal einen Halt in ­seiner Heimatregion. Mit seiner Partnerin Heliane war er bei den Zürcher Oberland Medien beim ersten «Lunchtalk» von Tele Top und vom «Zürcher Oberländer» zu Gast.

Interesse am 25-jährigen In­terregio-Torjäger Syla hat er trotzdem nicht. «Der Fussball hat sich in den letzten Jahren ­extrem entwickelt. Heute wechseln die Talente bereits im frühen Jugendalter zu den Grossklubs», sagt Canepa, der seit bald zehn Jahren dem FC Zürich ­vorsteht. «Es gibt jedoch keine Regel ohne Ausnahme», schiebt er nach.

Nie an Rücktritt gedacht

Ancillo Canepa und seine Frau mussten in diesem Frühling mit dem Abstieg in die Challenge League den grössten sportlichen Tiefschlag in ihrer Amtszeit ­hinnehmen. Ein Rücktritt war beim Präsidentenehepaar aber nie ein Thema. Dies bekräftigt auch Heliane Canepa. «Man kann doch nicht davon lassen, wenn einmal etwas schiefläuft», betont die frühere Managerin.

Sie gibt hierbei konkrete Einblicke in ihre Zeit als CEO beim schwei­zerisch-schwedischen Unternehmen Nobel Biocare, als es beim Hersteller von Zahnimplantaten wegen einer Firmenübernahme zu einem grösseren Stellenabbau in Bülach kam. «Auch dort gab es Wut und Emotionen – da war es meine Aufgabe, alles in die entsprechenden Bahnen zu lenken», sagt sie. Entsprechend wenig Verständnis bringt Canepa für das Verhalten eines kleinen Teils der Fans mit, die nach dem letzten Spiel die Innenräume des Stadion stürmten. «Das ist doch keine Trauer – sondern nur einfach ein Gewaltakt», sagt sie dezidiert.

Lange zurückblicken wollte Heliane Canepa nach der Relegation sowieso nicht. Sie freut sich vielmehr an der Gastfreundlichkeit der neuen Gegner und streicht die Verantwortlichen des FC Le Mont heraus, die sogar noch ihre weissen Schäferhündin Kookie explizit einluden. Dem Verein wurde dafür – weil Hunde im Stadion eigentlich keinen Zutritt haben – sogar noch eine Busse von der Swiss Football League aufgebrummt. «Ich werde dem Präsidenten sofort offerieren, diese zu übernehmen», sagt Ancillo Canepa.

Hundehalsbänder im Fanshop

Mit dabei ist Kookie auch beim «Lunchtalk» in Wetzikon. Sie stiehlt den beiden dabei zuweilen sogar die Show. Nicht zuletzt ihretwegen hat der FC Zürich sogar sein Sortiment im Merchandising-Bereich weiter ausgebaut und bietet blaue Hundeleinen und -halsbänder im Fanshop an. «Kookie ist beim FCZ fast immer mit dabei. Nur taktische Vorschläge macht sie noch nicht», sagt Canepa mit einem Augenzwinkern.

Wie gut die Hunde-Accessoires bei den Anhängern ankommen, erläuterte der Präsident nicht. Andere Artikel laufen aber ungeachtet des Abstiegs weiterhin gut. «Wir haben sogar mehr Verkäufe im Fanshop», sagt Canepa. Überhaupt ist der ungebrochene Zuspruch der Fans bemerkenswert. Der FC Zürich verkaufte in diesem Sommer sogar mehr Saisonkarten als bis anhin. Canepa hat hierbei eine «Jetzt-erst-recht-Haltung» unter den Anhängern festgestellt. Einen Einfluss haben für ihn aber auch die neuen Gegner.

Dennoch sollen sich die Reisen zum FC Le Mont und zu den anderen Gegnern aber nur auf diese Saison beschränken. «Bei einem Nichtaufstieg müssten wir im nächsten Jahr finanziell über die Bücher», sagt Canepa.

Ambitionierte Ziele in Europa

Die Zeit der Wahrheit steht für den FCZ sowieso erst an. Ab kommender Woche ist er nebst dem Meisterschaftsalltag auch in der Europa League engagiert. «Da freuen wir uns darauf – und natürlich möchten wir auch international überwintern», sagt Canepa selbstbewusst. Für die «Jammertiraden» von den Trainern der anderen (mittlerweile aus­geschiedenen) Klubs wegen der Doppelbelastung hat er jedenfalls wenig Verständnis. «Da muss ich doch gar nicht erst antreten.»

Möchten Sie sich für den nächsten Lunchtalt anmelden? Unter lunchtalk@zol.ch können Sie sich ihren Platz kostenfrei reservieren.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns