5000 Zuschauer bei Cup-Knüller in Jona?
Als der FC Rapperswil-Jona vor zwei Jahren gegen Borussia Dortmund ein Testspiel absolvierte, wurde das Stadion Grünfeld von knapp 3000 Zuschauern bevölkert. Zusätzlich zu den 750 Plätzen auf der Haupttribüne nahmen die Zuschauer rund um das Spielfeld Stehplätze in Beschlag.
Am Sonntag, 14. August 2016, kommt es nun zu einem weiteren publikumswirksamen Spiel in der Heimstätte des Vereins aus der Promotion League. Anlässlich des Schweizer Cups gibt sich ausgerechnet der FC Basel ein Stelldichein in Jona. Die Partie wurde auf 15.30 Uhr angelegt, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht.
Temporäre Tribüne mit 1000 Plätzen geplant
Die Verantwortlichen fiebern der Partie aus naheliegenden sportlichen Gründen bereits entgegen, machen sich aber auf einen grossen organisatorischen Aufwand gefasst. «Unser Ziel ist es, 5000 Zuschauern einen Platz zu bieten», sagt Sportkoordinator Fredi Fäh. Gegenüber der Haupttribüne soll auf der «Seeseite» eine temporäre Konstruktion mit 1000 Sitzplätzen errichtet werden. Den Rest der erhöhten Kapazität würden erneut Stehplätze abdecken. Ein Abtausch des Heimrechts sei von Anfang an nicht zur Diskussion gestanden.
Als Referenzwert dient den Rapperswilern der FC Tuggen, der vor drei Jahren im Achtelfinal gegen den gleichen Gegner antrat und gar 6000 Fussballbegeisterte anlockte.
Sicherheitskonzept soll für friedliche Stimmung sorgen
Fäh rechnet damit, dass der Aufwand aus finanzieller Sicht zu stemmen sein wird. «Notfalls müssen wir halt die Eintrittspreise noch etwas gegen oben korrigieren. Sie werden aber auf jeden Fall ein gesundes Mass nicht überschreiten.» Es sei nicht das Ziel, mit den Ticketeinnahmen einen Gewinn zu erzielen – diesbezüglich hoffe man auf das Catering. «Wir müssen bei unserer Planung immer Kosten und Nutzen abwägen», so Fäh.
Dies gilt auch für den Sicherheitsaspekt. Da die Supporter des FC Basel wohl in grosser Zahl anreisen werden und sich geografisch in ein Gebiet begeben, das nicht weit entfernt von der Stadt Zürich liegt, ist dieser nicht zu unterschätzen. Fans von GC und dem FCZ werden zwar am gleichen Wochenende die Partien ihrer Herzensklubs verfolgen, dennoch müsse man gewappnet sein.
«Die Polizei ist an den Umgang mit Fan-Gruppen von den Spielen der Lakers her gewöhnt», sagt Fäh. Weil man letzte Saison die Lizenz für die Challenge League beantragt habe, sei auch ein entsprechendes Sicherheitskonzept erarbeitet worden, das nun zur Anwendung komme. «Wir werden bereit sein und den Zuschauern ein friedliches Spektakel bieten», ist der Sportkoordinator überzeugt.
