Die Richtung stimmt in Rüti
«Vor einigen Wochen haben wir im Vorstand bestimmt, uns in der kommenden Saison steigern zu wollen», sagt Rütis Sportchef Christoph Huber. Das Interregio-Team lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 6. Bis zum anstehenden letzten Spieltag hat sich die Situation aber geändert. Der FC Rüti könnte am Samstag mit einem Sieg im Heimspiel gegen Uzwil die Meisterschaft sogar auf Rang 2 beenden. Eine Verbesserung wäre also da quasi der Aufstieg in die 1. Liga.
Huber dämpft deshalb überhöhte Erwartungen. Die Etablierung in der 2. Liga interregional steht im Verein im Zentrum. «Und bekanntlich ist das zweite Jahr nach einem Aufstieg nicht immer einfach», zitiert er eine alte Fussballer-Weisheit.
84 Tore erzielt
Rüti ist zweifellos die positive Überraschung der Gruppe 6. Mit 84 Treffern erzielte das Team die meisten Tore überhaupt in der ganzen Liga. Es verbesserte sich dabei im Verlauf der Saison auch im defensiven Bereich und blieb in zwei Partien ohne Gegentor. Huber nennt hierbei stellvertretend den im letzten Sommer dazugestossenen Torhüter Stefano Calendo. «Bei Freienbach hat er kaum gespielt. Bei uns steigerte er sich zunehmend und etablierte sich damit als Stammkeeper.»
Wer Rüti nennt, kommt aber nicht an den Gebrüdern Taulant und Edison Syla vorbei. 47 der 84 Tore erzielten die beiden. Entsprechend umworben sind die zwei Offensivkräfte – sie bleiben aber offenbar trotzdem ihrem Stammklub treu. «Beide haben uns zugesagt», betont Huber.
Ohne die Sylas gepunktet
Unabhängig davon sieht der Sportchef eine positive Entwicklung innerhalb des Teams. «Wir gewinnen mittlerweile auch Partien, wenn Taulant oder Edison einmal fehlen», sagt Huber und nennt das Vorrundenspiel gegen Seefeld als Beispiel, in dem Rüti glatt 0:4 unterlag. «Da haben wir gar nicht an einen Erfolg geglaubt.» In diesem Frühling fiel Taulant Syla wegen einer Knieverletzung wochenlang aus – und vor Wochenfrist fehlten im Derby gegen Gossau (2:1) sogar beide Brüder. «Früher mussten bei Personalknappheit die Senioren aushelfen – heute haben wir genügend Breite im Kader», nennt Huber einen Erfolgsfaktor.
Daran soll sich auch nichts ändern. Denn es dürfte nur zu wenigen Änderungen in der Mannschaft kommen. Einzig Mischa Eichwald, Severin Wyss und Christian Bosshard treten zurück. Als externe Verpflichtung ist bisher der Ustermer Marco D’ Alto fix. Er folgt damit seinem bereits in Rüti spielenden Bruder Franco. «Zwei bis drei Zuzüge sind geplant. Es ist aber noch nichts spruchreif», sagt Huber.
