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Verlust für die SP

Grosse Überraschung im Stadtrat Uster: Feldmann nicht wieder gewählt

Die Stadtratswahl überrascht: Während die beiden neuen Kandidaten die Wahl schaffen, fliegt ein bekanntes Gesicht raus. Stefan Feldmann (SP) ist nicht mehr Teil der Exekutive.

Stefan Feldmann ist zukünftig nicht mehr im Stadtrat Uster. (Archivbild)

Foto: Christian Merz

Grosse Überraschung im Stadtrat Uster: Feldmann nicht wieder gewählt

Verlust für die SP

Diesen Ausgang der Stadtratswahl hat niemand kommen sehen: Während die beiden neuen Kandidaten die Wahl schaffen, fliegt ein bekanntes Gesicht raus. Stefan Feldmann (SP) ist nicht mehr Teil der Exekutive.

Das Ustermer Stimmvolk hat entschieden: Bereits zum dritten Mal wurde Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) gewählt – mit 3649 Stimmen überschritt sie die nötigen 3259 Stimmen für ein absolutes Mehr und darf damit auch die nächsten vier Jahre an der Spitze der Exekutive Usters wirken.

Einen Verlust verkraften muss die Partei dennoch – denn ihr Parteikollege Stefan Feldmann schaffte es nicht mehr in den Stadtrat. Mit 3962 Stimmen und damit 66 Stimmen weniger als der Nächstplatzierte schied er als überzählig aus.

Über eine Wiederwahl freuen dürfen sich Karin Fehr Thoma (Grüne), Petra Bättig (FDP) und Beatrice Caviezel (GLP). Letztere beide dürfen ausserdem zwei neue Parteikollegen im Ustermer Stadtrat begrüssen: Mit Richard Sägesser (FDP) und Daniel Frei (GLP) ziehen gleich zwei neue Gesichter in den Stadtrat ein, obschon mit dem Verzicht von Cla Famos (FDP) nur ein Sitz frei geworden war.

Eine neue politische Richtung

Damit verschiebt sich die politische Ausrichtung des Stadtrats in Richtung Mitte. Während bisher drei Sitze der SP gehörten, sind nun nur Präsidentin Barbara Thalmann und Primarschulpräsidentin Patricia Bernet Vertreterinnen ihrer Partei. Aufgestockt haben dafür die GLP und die FDP mit je einem Sitz, während die Grünen unverändert einen Sitz behalten.

Wahlgewinnerin ist mit grossem Abstand Petra Bättig. Mit 5161 Stimmen hatte sie über 430 Stimmen mehr als die zweitplatzierte Beatrice Caviezel mit 4729 Stimmen. Im guten Mittelfeld bewegt sich Präsidentin Thalmann mit 4408 Stimmen, dicht gefolgt vom neuen Mitgleid Daniel Frei mit 4290 Stimmen, Karin Fehr Thoma mit 4117 Stimmen und dem Schlusslicht Richard Sägesser mit 4028 Stimmen.

Ein Grund zur Freude

Am Telefon zeigt sich Barbara Thalmann bestens gelaunt über ihre Wiederwahl. «Ich bin aber auch froh, sind die Wahlen jetzt durch», gibt sie erleichtert zu.

Eine Wahl sei nie selbstverständlich, betont sie, auch ohne Gegenkandidatur nicht. Umso grösser sei nun die Dankbarkeit, weiterhin im Amt zu bleiben. Nach acht Jahren kenne man sie, die Leute wüssten, wofür sie stehe – das schaffe Vertrauen.

«Natürlich gibt es auch Stimmen, die nicht einverstanden sind mit dem, was ich mache», sagt sie. «Man kann nicht für alle richtig entscheiden.» Insgesamt werte sie das Resultat aber klar als Vertrauensbeweis.

Dass Stefan Feldmann nicht mehr im Stadtrat vertreten sein wird, bedauere sie sehr. Gleichzeitig freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit den zwei Neuen Richard Sägesser und Daniel Frei. «Jetzt gilt es, mit frischen Köpfen voranzugehen.» Sie sei gespannt, wie sich das Gremium entwickeln werde – und zugleich zuversichtlich, dass es gut komme. 

Die Schulpräsidentin bleibt

Einen Stadtratssitz für die SP halten konnte Patricia Bernet: Sie ist sowohl als Mitglied als auch als Präsidentin der Primarschulpflege wiedergewählt. Als Letztere ist sie von Amtes wegen Mitglied des Stadtrats.

Mit dem zweitbesten Wahlergebnis ist sie auch für die nächste Amtsperiode Teil der Primarschulpfege. Auch als Präsidentin erreichte sie mit 3234 Stimmen weit mehr als die nötigen 2704 für das absolute Mehr.

Neu in der Primarschulpflege mit dabei sind ausserdem Livia Ehrbar (SVP) und Jonas Steiner (SP). Nicht mehr dabei ist der Bisherige Erich Werder (EVP), der mit 112 Stimmen weniger als Livia Ehrbar ausschied. Ebenso nicht gewählt wurde David Margelisch (FDP), der sich neu aufstellen liess. Auch Heike Sonnenberg Märki (EDU), die ebenfalls neu antrat, verpasste die Wahl.

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