Eine neue Gemeinderätin und ein zweiter Wahlgang
Schwerzenbach hat eine neue Gemeinderätin. Weil sich in der RPK zwei Personen zu spät zur Kandidatur entschlossen haben, kommt es nun zu einem zweiten Wahlgang.
Die Erneuerungswahlen für den Schwerzenbacher Gemeinderat waren denkbar unspektakulär. Wenig überraschend wurde die 48-jährige Architektin Linda Werner für die Mitte als einzige neu Kandidierende gewählt.
Die rund 24 Prozent der wahlberechtigten Schwerzenbacher, die eine Stimme abgegeben haben, zeigten ihren Rückhalt für den Gemeindepräsidenten Martin Hermann (FDP). Sie gaben ihm am meisten Stimmen von allen Gemeinderäten. Er bleibt nun für seine zweite Amtsperiode der höchste Schwerzenbacher.
Ebenfalls die Wahl geschafft haben alle Bisherigen: Reto Haltinner (Die Mitte), Thomas Kuhn (FDP), Ivar Schmutz (GLP), Christiane Dasen (GLP) und Rahel Hofmann-Meyer (FDP).
Ähnlich harmonisch ging es bei der Sozialbehörde von Schwerzenbach zu und her. Die vier Kandidierenden wurden gewählt. Präsidentin oder Präsident der Sozialbehörde wird die Sozialvorständin beziehungsweise der Sozialvorstand des Gemeinderats. Zurzeit ist das Christiane Dasen.
Aussichtslose Kampfwahlen
Gekämpft wurde um die Sitze in der Primarschulpflege und der Rechnungsprüfungskommission. Für den Vorsitz der Primarschule bewarb sich ursprünglich nur der bisherige Schulpfleger Hansueli Zellweger (parteilos). Dieses Amt wollte ihm nachträglich noch Frank Ohoven (FDP) streitig machen – erfolglos. Und zwar deutlich: Mit nur 58 Stimmen hatte er gegen Zellweger mit 450 Stimmen keine Chance. Letzterer übernimmt nun das Präsidium von Marcel Scherrer (parteilos).
Auch für einen Platz als Schulpflegemitglied reichte es für Ohoven mit 92 Stimmen nicht. Wegen der späten Bekanntgabe seiner Kandidatur stand er nicht auf der Liste, die die Schwerzenbacher in ihrem Briefkasten erhielten.
Ebenfalls erfolglos blieb Sarina Lehn (parteilos), die als Überzählige ausschied. Neu gewählt wurden Karin Lienhard Kunz und Francis Rodriguez (beide parteilos). Sie ergänzen die Bisherigen Michela Casanova Martin, Silvia Huder und Hansueli Zellweger (alle parteilos).
Reto Portmann (parteilos) wurde hingegen sein Platz als Präsident der Rechnungsprüfungskommission (RPK) nicht streitig gemacht. Vielmehr erhielt er von allen vier bisherigen Mitgliedern am meisten Stimmen. Hinter ihm eingereiht sind die Bisherigen Rolf Untersander, Antonio Spitale und Markus Diggelmann (alle parteilos). Weil aber von den Neuen weder Marc Berthoud (FDP) noch Armin Wagner (parteilos) das absolute Mehr erreicht haben, kommt es am 14. Juni zu einem zweiten Wahlgang um den letzten verbleibenden Sitz.