Wer gewinnt das Rennen ums Gemeindepräsidium in Volketswil?
James Frei (parteilos) und Jean-Philippe Pinto (Die Mitte) kämpfen um das Volketswiler Gemeindepräsidium. Im Interview sagen die beiden Politiker, was sie besser können als der jeweilige Kontrahent.
Herr Pinto, sind Sie ein echter Volketswiler?
Jean-Philippe Pinto: Ich bin in Volketswil aufgewachsen und habe hier die Schule besucht. Hier ist meine Heimat. Die stürmische Entwicklung der Gemeinde vom Dorf zur Stadt mit bald 20'000 Einwohnenden habe ich hautnah miterlebt und in den letzten Jahren aktiv mitgestalten dürfen.
Warum wollen Sie der nächste Gemeindepräsident werden?
Ich kandidiere gerne wieder als Gemeindepräsident, weil ich gemeinsam mit der Bevölkerung die Zukunft von Volketswil gestalten und die anstehenden Herausforderungen meistern will. Ich will die Gemeinde nachhaltig und qualitativ fördern. Zukunft passiert in Volketswil!
Wieso sollten die Bürger von Volketswil Sie wählen?
In den nächsten Jahren stehen grosse und wichtige Entwicklungsprojekte in der Gemeinde an, zum Beispiel Wohn- und Gewerbegebiete an der Zürcher- und der Industriestrasse. Daneben gilt es, die zukunftsgerichtete Einheitsgemeinde in der neuen Legislatur umzusetzen. Hierzu braucht es Erfahrung, Vernetzung und Weitblick.
Ich habe zwei linke Hände.
Jean-Philippe Pinto
Gemeindepräsident Volketswil (Die Mitte)
Was können Sie besser als Ihr Wahlkampfgegner James Frei?
Ich habe eine grosse politische Erfahrung als Kantons- und Gemeinderat, bin breit vernetzt und kann gut vermittelnd wirken. Dazu habe ich als bisheriger Gemeindepräsident eine gute Übersicht über die anstehenden Herausforderungen der Gemeinde. Im Gemeinderat bin ich es als Mitte-Politiker gewohnt, als Brückenbauer zu agieren.
Was kann Ihr Wahlkampfgegner besser als Sie?
Ich habe zwei linke Hände, ausser beim Kochen. James kann als Garagist sicherlich mit Werkzeugen besser umgehen.
Was passt Ihnen an der aktuellen politischen Situation nicht?
Die Gesellschaft wird immer egoistischer und individualistischer. Das Gemeinwohl steht leider immer weniger im Mittelpunkt. Es darf nicht sein, dass in unserer Gemeinde Partikularinteressen Vorrang haben.
Wie haben Sie vor, diese Situation zu verändern?
Ich suche regelmässig den Kontakt zur Bevölkerung, sei es an Veranstaltungen oder auch beim Einkaufen. Nur wer die Probleme der Leute und der Gemeinde kennt, kann auch die passenden Lösungen hierzu präsentieren.
Was ist Ihre Wahlkampfstrategie?
Mir ist das direkte Gespräch mit den Volketswilerinnen und Volketswilern sehr wichtig, sei es bei den Quartiergesprächen oder auch in der Sprechstunde. Ich habe ein offenes Ohr für Jung und Alt.
Wenn Sie die Wahl verlieren: Was sagt das über Sie aus?
Man muss mit Niederlagen umgehen können und die Leistung des Gegners anerkennen. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen und Chancen im Leben.
Herr Frei, sind Sie ein echter Volketswiler?
James Frei: Ich lebe seit fast 40 Jahren in Volketswil, bin in Gutenswil aufgewachsen und wohne heute mit meiner Familie wieder dort. Ich kenne unsere Gemeinde als Anwohner, Unternehmer, Familienvater und Vereinsmitglied und vor allem aus vielen persönlichen Gesprächen im Alltag. Ich habe die Entwicklung von Volketswil miterlebt und weiss, was die Bevölkerung bewegt.
Warum wollen Sie der nächste Gemeindepräsident werden?
Weil ich Volketswil aktiv mitgestalten möchte. Im Gemeinderat habe ich rasch erkannt, wo Veränderungen nötig sind und Themen entschlossener angepackt werden müssen. Mein Ziel ist eine bürgernahe, effiziente und zukunftsgerichtete Politik, die unsere Lebensqualität verbessert und Volketswil fit für die kommenden Jahre macht.
Wieso sollten die Bürger von Volketswil Sie wählen?
Ich verbinde Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und Nähe zu den Menschen. Als Unternehmer kenne ich wirtschaftliche Herausforderungen, als Familienvater die Anliegen der Familien und als Vereinsmitglied den Wert des Zusammenhalts. Meine Stärke ist es, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen und Lösungen umzusetzen, die allen zugutekommen.
Mein Fokus liegt auf direktem, sachlichem Dialog.
James Frei
Gemeinderat Volketswil (parteilos)
Was können Sie besser als Ihr Wahlkampfgegner Jean-Philippe Pinto?
Ich gehe Themen pragmatisch an, beziehe unterschiedliche Interessen ein und treffe bewusste, unabhängige und lösungsorientierte Entscheidungen, auch wenn sie nicht immer bequem sind. Ausserdem bringe ich unternehmerisches Denken ein, das hilft, Projekte effizient und nachhaltig umzusetzen.
Was kann Ihr Wahlkampfgegner besser als Sie?
Jean-Philippe Pinto verfügt über langjährige politische Erfahrung und kennt die Verwaltungsabläufe gut. Diese Stärken respektiere ich sehr.
Was passt Ihnen an der aktuellen politischen Situation nicht?
Vieles wird zu zögerlich angegangen, und klare Entscheidungen fehlen oft. Statt aktiv zu gestalten, werden Themen in Bereichen wie Mobilität, Sport, Kultur und generationenübergreifenden Angeboten zu häufig nur verwaltet.
Wie haben Sie vor, diese Situation zu verändern?
Mein Ziel ist es, Prioritäten klar zu setzen, die Bürgernähe zu fördern und die Potenziale in Sport, Kultur und Begegnungsräumen besser auszuschöpfen. Gemeinsam mit Bürgern, Vereinen und der Wirtschaft will ich tragfähige und nachhaltige Lösungen für Volketswil entwickeln.
Was ist Ihre Wahlkampfstrategie?
Mein Fokus liegt auf direktem, sachlichem Dialog. Plakate sind sichtbar – entscheidend sind persönliche Begegnungen und Gespräche.
Wenn Sie die Wahl verlieren: Was sagt das über Sie aus?
Ein demokratischer Entscheid ist zu respektieren. Ich habe fair gekämpft, nehme das Feedback der Bevölkerung ernst und bleibe engagiert für Volketswil – idealerweise im Gemeinderat.